Brugg
Einloggen, scannen, losrennen: Die Stadt hat jetzt einen eigenen OL

Die Kantischüler Maren Ludolf und Timo Suter bringen die Menschen zum Rennen - per Smartphone.

Janine Müller
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Timo Suter und Maren Ludolf haben den City-OL erfunden.
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City-OL-Brugg
Karte auf dem Handy.

Timo Suter und Maren Ludolf haben den City-OL erfunden.

Janine Müller

Einloggen auf dem Smartphone, einen QR-Code scannen und losrennen: Das ist die Idee, die hinter dem neuen Orientierungslauf durch Brugg steckt. Und es ist eine besondere Art, die schöne Brugger Altstadt und deren Umgebung kennen zu lernen. Per Zufallsgenerator werden die Läufer von einem Posten zum nächsten geschickt.

Ausgetüftelt haben diese innovative Form des Orientierungslaufs die Badener Kantischüler Maren Ludolf (17) und Timo Suter (19). Die beiden schreiben gemeinsam ihre Maturarbeit und sind im OLG Cordoba, dem OL-Klub Baden-Brugg-Zurzach, aktiv. Die Leidenschaft für den Orientierungslauf verbindet sie. Und diese wollen sie weitergeben. «Wir wollen den Leuten die Sportart näher bringen», sagt Maren Ludolf. Aus diesem Grund gibt es jetzt den City-OL Brugg.

Unterstützung von allen Seiten

Ursprünglich wollten sie den Lauf in der Stadt Baden ausstecken, «aber irgendwie wurden sie da nicht so warm mit unserer Idee», sagt Timo Suter, der im Schweizer Juniorenkader seinen sportlichen Ambitionen nachgeht. So suchten sie nach einer anderen Stadt, die offen ist für ihr Anliegen.

City-OL Brugg: So funktionierts

1. Laden Sie sich einen QR-Code-Scanner auf Ihr Handy.

2. Öffnen Sie die Website www.city-ol-brugg.com.

3. Gehen Sie auf die Menüleiste oben links und loggen Sie sich unter Anmelden/Registrieren ein. Dann werden Sie weitergeleitet.

4. Wählen Sie eine Bahn aus. Sie können zwischen einer kurzen, mittleren oder langen Distanz wählen. Oder Sie entscheiden sich für den Zufallsgenerator.

5. Scannen Sie den Start-QR-Code auf der Starttafel beim Eisi und der Lauf beginnt.

6. Absolvieren Sie den Lauf, bei jeder Tafel scannen Sie erneut einen QR-Code, der Ihnen den nächsten Posten anzeigt.

7. Beenden Sie Ihren Lauf, indem Sie den Ziel-QR-Code auf der Starttafel scannen.

8. Vergleichen Sie Ihre Resultate auf der Website. (jam)

In Brugg spürten die beiden von Beginn weg grosse Unterstützung. «Egal ob die Regionalpolizei, Brugg Regio oder die Abteilung Planung und Bau von der Stadt – alle haben uns super geholfen», sagt Maren Ludolf. Unterstützt wird der City-OL nebst der Stadt und der Standortförderung Brugg Regio auch vom Tourismus-Verein Region Brugg. «Der Verein hat die Schilder finanziert», sagt die Kantischülerin.

Mit den Schildern, auf denen die dringend notwendigen QR-Codes platziert sind, war es allerdings so eine Sache. Einerseits wurden sie sehr spät und andererseits teilweise unbedruckt geliefert. Vor der Einweihung des OL am Mittwochabend kamen Timo Suter und Maren Ludolf etwas ins Schwitzen.

Doch pünktlich zum Startschuss funktionierte technisch alles einwandfrei. «Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat», freut sich Maren Ludolf am Tag darauf. «Nur kamen leider nicht so viele Leute, wie wir es uns erhofft haben.» Diejenigen allerdings, die teilgenommen hatten, zeigten sich begeistert, darunter auch jene, die bis anhin OL noch nicht kannten. «Genau das ist das Ziel: Der City-OL Brugg kann von allen absolviert werden», sagt Maren Ludolf. «Er ist auch für Familien geeignet.»

Der praktische Teil der Maturarbeit funktioniert also. Einige Anpassungen müssen Maren Ludolf aus Obersiggenthal und Timo Suter aus Rütihof dennoch machen. So wird die Website noch ganz fertiggestellt und die Schilder müssen noch fix befestigt werden. Danach sollte der City-OL Brugg für gut fünf Jahre funktionieren.

Die Routen sind übrigens auch offline verfügbar. Dazu muss die Karte ausgedruckt werden. Noch suchen die Kantischüler nach einem Ort, wo die Karten aufgelegt werden können. Für Maren Ludolf und Timo Suter geht es nun daran, ihre Erfahrungen in einer 20-seitigen Maturarbeit zu analysieren.

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