Brugg
Das Projekt «Vision Tibet» öffnet vielen Menschen die Augen

Dank der Stiftung Vision Tibet konnten im Himalaja-Gebiet schon mehrere Tausend Menschen mit grauem Star erfolgreich operiert werden und ihr Augenlicht zurückgewinnen.

Ursula Burgherr
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Schlagen Brücken und öffnen Augen: v.l. Chantal Grünig, Stiftungsrat «Vision Tibet, Maja Loncarevic, Kulturclub Dampfschiff Brugg, Yangchen und Thomas Büchli, Gründer von Vision Tibet und Lhoten Dahortsang, Meditationslehrer am Kloster/Tibet-Institut Rikon. ubu

Schlagen Brücken und öffnen Augen: v.l. Chantal Grünig, Stiftungsrat «Vision Tibet, Maja Loncarevic, Kulturclub Dampfschiff Brugg, Yangchen und Thomas Büchli, Gründer von Vision Tibet und Lhoten Dahortsang, Meditationslehrer am Kloster/Tibet-Institut Rikon. ubu

Im Kulturclub Dampfschiff stellte sich die Hilfsorganisation mit Brugger Wurzeln dem Publikum vor. Das mit bunten Gebetsfahnen geschmückte Lokal war bis zum Bersten voll. Die Gelegenheit, ein Stück tibetische Kultur kennenzulernen, hatte viele Besucherinnen und Besucher neugierig gemacht.

Stiftung 2003 gegründet

Durch den Abend führte under anderen Lothen Dahortsang, Meditationslehrer am Kloster und Tibetinstitut Rikon. Er zeigte dem Publikum im Dampfschiff Fotoraritäten und erzählte Geschichten aus seinem Heimatland. Die Kurse und Vorträge, welche er in der ganzen Schweiz veranstaltet, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. «Immer mehr Menschen im Westen suchen Momente der Stille als Ausgleich zur Alltagshektik», meinte er und verzehrte mit buddhistischer Gelassenheit einen Teller voller Momos (tibetische Spezialität), welche Yangchen Büchli zusammen mit ihrem Team für die Gäste zubereitet hatte.

Auch Büchli stammt ursprünglich aus dem Tibet, wuchs aber in Brugg auf, wo sie bis heute mit ihrem Mann lebt. Thomas Büchli gründete 2003 die gemeinnützige Stiftung Vision Tibet und stellte dem Dampfschiff-Publikum die Kampagne «Augen öffnen im Tibet» vor. Mit den Spendengeldern, die das Hilfswerk sammelt, werden in enger Zusammenarbeit mit dem renommierten nepalesischen Chirurgen Sanduk Ruit Augen-Kliniken im Himalaja-Gebiet unterstützt, Fachkräfte ausgebildet und vor allem mobile Augencamps in abgelegenen ländlichen Gebieten eingerichtet.

Freude herrscht

Dort können sich ärmste Tibeter, insbesondere Nomaden, kostenlos am Grauen Star operieren lassen. «50 Franken kostet die OP an einem Auge», meinte Stiftungspräsident Büchli. Ein kleiner Betrag, der Grosses bewirkt. Unter dem Titel «Wieder sehen in Tibet» bekamen die Anwesenden einen berührenden Film zu sehen. Darin wurde am Beispiel der erblindeten 65-jährigen Khamu aus Amdo gezeigt, wie Menschen durch relativ unkomplizierte Eingriffe eine völlig neue Lebensqualität geschenkt werden kann.

Maja Loncarevic vom Kulturclub Dampfschiff freute sich über den gelungenen Abend: «Länderspezifische Events haben wir schon öfters veranstaltet. Es ist das erste Mal, dass wir gleichzeitig ein Benefizprojekt bekannt machen, deren Initianten in unserer Region leben. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert.»

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