Brugg
So lange Schnauf, Kraft und Lust reichen: Am Sponsorenlauf können alle ihre Runden drehen

Der Brugger Fredi Büchler hat den 24-Stunden-Lauf ins Leben gerufen. Er sagt, warum ihm der Sponsorenlauf, an dem alle Sportbegeisterten teilnehmen können, besonders am Herzen liegt.

Michael Hunziker
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Der 0,934 Kilometer lange Rundkurs befindet sich im Geissenschachen bei Brugg.

Der 0,934 Kilometer lange Rundkurs befindet sich im Geissenschachen bei Brugg.

mhu/Archiv AZ

Eine Sportveranstaltung wie jede andere ist es nicht am Wochenende. Denn gerannt wird auf dem 0,934 Kilometer langen Rundkurs im Geissenschachen bei Brugg über 6 Stunden, 12 Stunden, 24 Stunden oder sogar 48 Stunden.

Zudem kann ab Freitag, 22. Oktober, 12 Uhr, bis Sonntag, 12 Uhr, ein Sponsorenlauf absolviert werden. Zu diesem sind alle Sportbegeisterten eingeladen. Unterwegs sind sie, so lange sie Schnauf, Kraft und Lust haben. Es gibt gemäss den Organisatoren kein Gegeneinander, nur ein Miteinander und Füreinander: «Gemeinsam laufen, sich gemeinsam für eine gute Sache einsetzen.» Der Erlös geht an Pro Infirmis, der Organisation für Menschen mit Behinderungen.

Nach schwerem Autounfall sass er im Rollstuhl

Dieses Engagement kommt nicht von ungefähr, denn: Pro Infirmis habe ihm wieder auf die Füsse geholfen, sagt der einheimische Fredi Büchler, der den 24-Stunden-Lauf auf der idyllischen Aareinsel im Jahr 2008 ins Leben gerufen hat und dem er heute als Präsident vorsteht. «Seit Pro Infirmis in mein Leben kann, ging es aufwärts.»

Fredi Büchler (rechts), hier im Gespräch mit Speaker Paul Fischer, hat den 24-Stunden-Lauf ins Leben gerufen.

Fredi Büchler (rechts), hier im Gespräch mit Speaker Paul Fischer, hat den 24-Stunden-Lauf ins Leben gerufen.

mhu/Archiv AZ

Der Hintergrund: Nach einem schweren Autounfall im Jahr 1991 lag Büchler 30 Tage lang im Koma. Er hatte ein Hirntrauma erlitten und war auf der rechten Körperseite gelähmt, sass im Rollstuhl. Es folgten Jahre der Rehabilitation. Der Brugger sagte sich: «Wenn ich je wieder gehen kann, laufe ich einen Marathon.» Dieses Ziel hat er dann auch tatsächlich erreicht. Zehn Jahre nach dem Unfall beendete er den Ironman-Zürich-Triathlon. Für die Hilfe, die er in der schwierigen Zeit von Pro Infirmis erhalten hat, ist Büchler noch immer sehr dankbar.

Jeder kann sich seine Zeit einteilen

Was ist der Reiz an einem 24-Stunden-Lauf? «Ein Marathon ist zu schnell und zu kurz», antwortet der Extremsportler. «Hier kann man sich seine Zeit einteilen, im langsamen Tempo laufen, Pausen machen.» Zudem hätten die Athletinnen und Athleten dank dem Essensstand nie Durst oder Hunger. «Das hört sich doch überzeugend an», wird Büchler in einer Medienmitteilung zitiert.

Angemeldet haben sich für die bevorstehende Laufveranstaltung gemäss Startliste rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter ist auch ein Team der Bez Brugg, das in der Staffel antritt.

Brugger Laufwochenende vom 22. bis 24. Oktober; Geissenschachen bei Brugg; www.24stundenlauf.ch.

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