Birr/Lupfig
«Ich bin nicht Ueli Maurer»: Autorin Gülsha Adilji mit markanten Worten über das Zusammenleben

Den 1. August feierten die Gemeinden Lupfig und Birr gemeinsam. Moderatorin Gülsha Adilji hielt die Festansprache.

Ina Wiedenmann
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Der Gemeinderat Birr bedankt sich für die Festansprache bei Gülsha Adilji.

Der Gemeinderat Birr bedankt sich für die Festansprache bei Gülsha Adilji.

Ina Wiedenmann

Gemeindeammann René Grütter freute sich, dass rund 150 Gäste trotz oder wegen des regnerischen Wetters in die Mehrzweckhalle von Birr gekommen sind. Zu Beginn feierte Pfarrerin Esther Graf und Seelsorgerin Vanessa Furrer mit allen Anwesenden Gottesdienst, denn die Präambel der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft beginnt schliesslich mit den Worten: «Im Namen Gottes des Allmächtigen.» Mit einem Seil veranschaulichten sie das Zusammenleben.

Danach trat Moderatorin Gülsha Adilji ans Mikrofon und stellte gleich eines klar: «Ich bin nicht Ueli Maurer.» Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger und alle «dazwischen» merkten, dass mit ihr der 1. August eine Überraschung bereithält. Man hörte ihr gebannt zu. Sie mahnte, dass Solidarität nicht an der Landesgrenze aufhören darf und Achtsamkeit und Aufmerksamkeit wesentlich und wichtig für ein gutes Zusammenleben sind.

Sie wechselte in der Ansprache souverän von Hochdeutsch zu Mundart. «Wir haben nur ein Leben», gibt sie allen zu bedenken. Sinnlose Regeln und Verhaltensweisen sollten darin keinen Platz haben.

Gemeindeammann René Grütter sowie der Gemeinderat freuten sich überaus, dass Gülsha Adilji mit ihrer Ansprache die Menschen erreichte. Draussen vor der Halle roch es bereits nach Bratwurst, während drinnen alle unter Begleitung der Feldmusik Lupfig die Landeshymne sangen.

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