Birr/Brugg
Botschaft der Zentrumsparty: Den Humor behalten in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist

An der Zentrumsparty des Gewerbevereins Brugg auf dem Areal des Berufsbildungsheims Neuhof in Birr wurde über die aktuellen Herausforderungen für Unternehmerinnen und Unternehmer gesprochen. Zudem gab es spannende Neuigkeiten vom Neuhof.

Deborah Bläuer
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Auch Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher war an der Zentrumsparty.

Auch Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher war an der Zentrumsparty.

Deborah Bläuer

Mit den Worten «Die Welt ist aus den Fugen geraten» beschrieb Martin Gobeli, Präsident des Gewerbevereins Brugg und Geschäftsstellenleiter der Valiant Bank AG in Brugg, in seiner Rede die aktuelle Situation in der Welt. Auf Einladung des Gewerbevereins hatten sich am Mittwochabend rund 60 Gäste, darunter Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher, auf dem Areal des Berufsbildungsheims Neuhof in Birr zur Zentrumsparty versammelt.

Martin Gobeli, der vor einigen Monaten zum neuen Präsidenten des Gewerbevereins Brugg gewählt worden war, rief zum Zusammenhalt auf.

Martin Gobeli, der vor einigen Monaten zum neuen Präsidenten des Gewerbevereins Brugg gewählt worden war, rief zum Zusammenhalt auf.

Deborah Bläuer

Beim Apéro stellte der Gesamtleiter vom Berufsbildungsheim Neuhof Daniel Büchi die Stiftung vor. Die Geschichte des Neuhofs begann 1769, als der berühmte Schweizer Pädagoge Heinrich Pestalozzi in Birr Land kaufte, bewirtschaftete und später darauf Gebäude errichten liess.

Unterstützung von Jugendlichen bei der sozialen und beruflichen Integration

1914 wurde die Stiftung, auch unter dem Namen Schweizerische Pestalozzistiftung Neuhof bekannt, gegründet. Diese fungiert seither als Wohn- und Ausbildungsstätte für junge Männer mit sozialer Beeinträchtigung. Die Jugendlichen werden bei der beruflichen und sozialen Integration unterstützt und können hier Berufe in neun Bereichen erlernen, von Florist EFZ bis hin zu Metallbauer EFZ. Daniel Büchi sagte:

«Es war nie so aktuell wie heute, den Fachkräftemangel zu beheben. Und das ist unser Beitrag dazu.»

Auch einen kleinen Ausblick auf die weiteren Pläne gab er. So sei angestrebt, dass in Zukunft noch zusätzliche Aargauer Berufsbildungszentren in den Neuhof kämen. Seit 2020 befindet sich das Bildungszentrum für Landschaftsgärtner JardinSuisse Aargau hier. Dessen Leiter Lukas Borner beschrieb kurz die Zusammenarbeit mit dem Neuhof und lud ein, das Bildungszentrum auf eigene Faust zu erkunden.

Der Gesamtleiter des Berufsbildungsheims Neuhof Daniel Büchi hielt seine Rede zu Beginn des Abends.

Der Gesamtleiter des Berufsbildungsheims Neuhof Daniel Büchi hielt seine Rede zu Beginn des Abends.

Deborah Bläuer

Dort, umgeben von Kies und Schubkarren, konnten die Gäste anschliessend an stilvoll gedeckten Tischen Platz nehmen. Und bald schon folgte ein von den angehenden Köchen vom Neuhof bereitgestelltes Grillbuffet.

Im Bildungszentrum JardinSuisse Aargau war für rund 60 Gäste gedeckt.

Im Bildungszentrum JardinSuisse Aargau war für rund 60 Gäste gedeckt.

Deborah Bläuer

Zwischen Hauptgang und Dessert sprach Martin Gobeli über die aktuelle Weltlage mit den vielen Herausforderungen wie Inflation, Krieg, Krankheiten und Fachkräftemangel. Die Lösung für die nicht einfache momentane Situation liege darin, zusammenzuhalten und an Anlässen wie der Zentrumsparty Netzwerke zu knüpfen, Ideen zu sammeln, einander zu unterstützen und den Humor nicht zu verlieren. Passend dazu erschien bald darauf Martin Sumi auf der Bildfläche.

Der Berner Oberländer und gemäss eigenen Angaben «schönster Knecht Westeuropas» brachte das Publikum mit Schwänken aus seinem Leben zum Lachen; von der Zeit als Berg(ver)führer über den Kampf mit seinem Motorrad bis hin zu den eher erfolglosen Versuchen, eine Freundin für seinen Kumpel zu finden.

Der Komödiant und Musiker Martin Sumi erzählte von einer Kreuzfahrt, die er gewonnen hatte.

Der Komödiant und Musiker Martin Sumi erzählte von einer Kreuzfahrt, die er gewonnen hatte.

Deborah Bläuer