Region
Beratungen finden bald unter einem Dach statt

Der neue Dachverband für soziale Dienstleistungen ist unter Dach und Fach. 20 von 25 Gemeinden haben unterschrieben. Noch fehlt die Zustimmung von Brugg und Windisch.

Janine Müller
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Von links: Gemeinderat Dr. Christoph Häfeli (Windisch), Annelies Jordi von der Mütter- und Väterberatung Bezirk Brugg, Rolf Fäs externer Berater BDO, Annemarie Baumann Vize-Präsidentin von der Jugendfürsorge des Bezirks Brugg, Beatrice Bürgi Gemeinderätin Riniken, Marianne Möckli Gemeindeammann Villnachern und Leitung Arbeitsgruppe, Reto Wettstein Stadtrat Brugg.

Von links: Gemeinderat Dr. Christoph Häfeli (Windisch), Annelies Jordi von der Mütter- und Väterberatung Bezirk Brugg, Rolf Fäs externer Berater BDO, Annemarie Baumann Vize-Präsidentin von der Jugendfürsorge des Bezirks Brugg, Beatrice Bürgi Gemeinderätin Riniken, Marianne Möckli Gemeindeammann Villnachern und Leitung Arbeitsgruppe, Reto Wettstein Stadtrat Brugg.

Janine Müller

Die Satzungen sind unterschrieben, die Suche nach einer Geschäftsleitung läuft und der Vorstand hat sich konstituiert: Der Gemeindeverband soziale Dienstleistungen Region Brugg – er vereinigt die Bereiche Kindes- und Erwachsenenschutz, Jugendfürsorgeberatung sowie die Mütter- und Väterberatung – ist geboren. An den letzten Gemeindeversammlungen stimmten 23 von 25 Gemeinden Ja für den Verband. Noch fehlt die Zustimmung der Zentrumsgemeinden Brugg und Windisch.

Diese beiden Gemeinden entscheiden erst an den Einwohnerratssitzungen im Herbst über den Beitritt zum Gemeindeverband. Trotzdem kommt der Vertrag bereits jetzt zustande, weil die 23 Gemeinden einem Betragsanteil von 62,8 Prozent entsprechen. Die Bedingung gemäss Gemeindeversammlungsvorlage ist damit erfüllt: Gegründet wird der Verband, sofern mindestens 50 Prozent der Gemeinden, die mindestens 50 Prozent der Gemeindebeiträge 2014 bezahlt haben, zustimmen.

Am Mittwochabend haben Vertreter von 20 Gemeinden ihre Unterschriften unter den Vertrag und damit unter die Satzungen gesetzt. 3 Gemeinden konnten zwar abstimmen, hatten aber aus Zeitgründen keine unterschriftsberechtigten Vertreter dabei. «Diese Unterschriften hole ich in den nächsten Tagen noch ein», sagt Marianne Möckli, Vorsitzende der Arbeitsgruppe, die die Gründung des Dachverbands vorangetrieben hat.

Präsident für Vorstand gewählt

Gleichzeitig wurde der neue Vorstand gebildet. Dieser besteht aus je einem Vertreter der fünf Regionen: Beatrice Bürgi (Geissberg), Marianne Möckli (Schenkenbergertal), Iris Schütz (Bözberg), Christoph Häfeli (Windisch, unter Vorbehalt, dass Windisch beitritt) sowie Reto Wettstein für Brugg, sofern Brugg dem Verband beitritt. Die Region Eigenamt wird neu durch Roger Eichenberger aus Hausen vertreten. Irene Ullmann, bisherige Vertreterin des Eigenamts, stellte sich aus beruflichen Gründen nicht zur Wahl. Das Präsidium des Vorstands übernimmt Reto Wettstein.

Froh ist der Vorstand, dass die Auflösung der drei bisherigen Vereine sowie die Budgetplanung gut geklappt haben. Zurzeit ist der Vorstand dabei, eine geeignete Geschäftsleitung zu finden. «In einigen Tagen werden wir über die Personalie entscheiden», sagt Marianne Möckli. Bis zum 1. Januar 2016 gibt es noch viel Arbeit: «Wir müssen in stetigem Austausch mit den bisherigen Mitarbeitern sein und transparent über die Schritte informieren», so Möckli. Es seien sicher Ängste vorhanden. Den Job verlieren wird jedoch niemand. «Alle Mitarbeiter werden übernommen.» Auch für die Klienten wird sich zunächst nicht viel ändern. Geplant ist aber, dass «künftig alle Beratungen unter einem Dach stattfinden». «Das verkürzt die Kommunikationswege zwischen den verschiedenen Stellen», ist Marianne Möckli überzeugt. «Auch die Führung der Mitarbeiter wird so einfacher sein.»