Atommüll
Gewässerschutz und Erosion sind wichtige Kriterien bei Tiefenlager Bözberg

Fachspezialistin Lea Kiefer vom Kanton war zu Gast an der Jahresversammlung der Bürgerorganisation «Kein Atommüll im Bözberg» Kaib.

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Die Jahresversammlung der Bürgerorganisation «Kein Atommüll im Bözberg» Kaib fand im Kulturlokal Meck in Frick statt.

Die Jahresversammlung der Bürgerorganisation «Kein Atommüll im Bözberg» Kaib fand im Kulturlokal Meck in Frick statt.

zvg

«Es freut mich, dass wir uns 2021 wieder zu einer realen Jahresversammlung treffen können, nachdem wir letztes Jahr infolge der Pandemie nur eine schriftliche Umfrage zu den Vereinsgeschäften durchführen konnten», sagte Präsident Max Chopard-Acklin zur Eröffnung der Jahresversammlung der Bürgerorganisation «Kein Atommüll im Bözberg» Kaib im Kulturlokal Meck in Frick.

Der positiven Jahresrechnung wurde zugestimmt. Sacha Schenker und Elisabeth Burgener (Kaib-Gründungsmitglied) verknüpften ihren Rücktritt aus dem Vorstand mit einem Geschenk an die Versammlung in Form einer Folienpräsentation zu «10 Jahre Kaib». Der Verein «Kein Atommüll im Bözberg» wurde 2010 auf dem Bözberg gegründet und hat heute über 700 Mitglieder.

Die Versammlung verdankte Elisabeth Burgener und Sacha Schenker ihr langjähriges Engagement mit kräftigem Applaus. Als Abschiedsgeschenk gab es je ein Bed-&-Breakfast-Gutschein für zwei in der originellen Eventlocation des Bergwerksilos Herznach.

Als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden Max Chopard (Präsident), Silke Treusch (Kassierin), David Hunziker und Valentin Roniger.

Gastreferentin Lea Kiefer diskutiert mit Vorstandsmitglied Valentin Roniger.

Gastreferentin Lea Kiefer diskutiert mit Vorstandsmitglied Valentin Roniger.

zvg

Lea Kiefer, Fachspezialistin Rohstoffe und Geologie im kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, zeigte an einem Gespräch mit Vorstandsmitglied Valentin Roniger die Position des Kantons in Bezug auf ein mögliches Tiefenlager im Aargau und im Bözberg auf. Der Regierungsrat hat sich klar gegen den Standort Bözberg ausgesprochen und teilt die Position der Kaib, dass besonders der Gewässerschutz und die Erosion wichtige Kriterien darstellen. Die Daten und Ergebnisse der beiden Bohrungen durch die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) liegen dem Kanton bis anhin noch nicht vor.

In der anschliessenden Diskussion haben mehrere Kaib-Mitglieder ihre grundsätzlichen Bedenken bezüglich dem Sachplanverfahren, dem Standort Bözberg generell sowie der Kommunikation der Nagra geäussert. Besonders die Regionalkonferenz wurde aus der Versammlung als partizipatives «Feigenblatt» bezeichnet.

Zum Schluss genossen die Anwesenden einen kleinen Imbiss so wie Wein oder Most aus dem Fricktal. (az)

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