Brugg-Windisch
Angenehme Akustik und warmes Licht: Campussaal lässt Muskeln spielen

Am 19. Oktober wird er eröffnet, doch die Generalprobe fand bereits in dieser Woche statt: Mit einem festlichen Dinner wurde der erste Anlass im Campussaal Brugg-Windisch bravourös abgeschlossen.

Elisabeth Feller
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Für die Eröffnung am 19. Oktober muss alles sitzen: Zur Generalprobe in dieser Woche gehörte auch ein Dinner im Campussaal. EF.

Für die Eröffnung am 19. Oktober muss alles sitzen: Zur Generalprobe in dieser Woche gehörte auch ein Dinner im Campussaal. EF.

Elisabeth Feller

Dass eine KMU-Tagung in einem Kongresszentrum mit einem festlichen Dinner beendet wird, ist normal. Nicht normal ist hingegen ein Dinner, das in einem nigelnagelneuen Saal stattfindet, dessen offizielle Eröffnung erst am 19. Oktober erfolgt. Um welchen Raum handelt es sich denn? Ganz klar – den Campussaal, der dieser Woche erstmals getestet wurde.

Über 100 der insgesamt 250 Teilnehmenden der KMU-Tagung wollten wissen, wie sich der Campussaal auch abends, in einem anderen Rahmen, anfühlt. Nervosität war Tagungs-Organisator Armin Baumann (KMU Swiss AG) und Kathrin Kalt, Betriebsleiterin des Campussaals, nicht anzumerken. Wohl aber Vorfreude und Neugier auf das, was die Gäste sagen würden.

Nach vielen Referaten, einem Podium zum Thema «Teamwork und Leadership» sowie einer langen Pause zum Networken, öffneten sich Schlag 19 Uhr die Türen.

Was für ein Anblick! Der grosse Saal war abgeteilt worden. Das Licht aus unzähligen stattlichen Leuchtern im kleineren Saal liess den in unterschiedlichem Rot gehaltenen, eh schon Wärme suggerierenden Raum mit seinem Holzboden vollends warm erstrahlen. Auffallend: Aus den Oberlichtern strömte für einmal nicht Tages-, sondern orangefarbenes Licht. Rot und Orange: Es gab Zeiten, da hätte man sich im Malunterricht die Haare gerauft. Aber das ist Schnee von gestern.

An der Generalprobe liess der Campussaal gewissermassen seine Muskeln spielen; zeigte, was er kann und was sich mit ihm alles machen lässt. Seine Verwandlungsfähigkeit ist stupend; sein Erscheinungsbild ist modern-funktional, aber mit jenem Touch von Harmonie und Gediegenheit, der ihn auch als Schauplatz eines festlichen Balls geeignet machte.

Die Zweiteilung in einen Tagungs- und einen Gesellschaftsraum hat sich an der Generalprobe glänzend bewährt; die Ausrichtung eines Dinners für viele Gäste ebenfalls. Lange Wartezeiten mögen hungrige Tagungsteilnehmer nicht – ein zügiger, ebenso diskreter wie aufmerksamer Service ist das Gebot der Stunde.

In rascher, aber nicht hektischer Folge wurden Blattsalat, Zurzacher Kalbsschulterbraten an Calvadosrahmsauce, marmoriertes Schokoladenmousse mit pochierter Rotweinbirne, sowie edle Tropfen von Weinbau Hartmann in Remigen gereicht: Da alles ausnahmslos lecker war, verabschiedete sich Beckmesser zügig.

Angenehm: Die Akustik. Sie wirkt trocken. Doch dann merkt man, dass das ein Vorteil ist: Über 100 Menschen können sich angeregt unterhalten, ohne dass die Tischnachbarn alles mitbekommen. Somit bleibt selbst bei Grossbesetzung das intime Ambiente gewahrt. Einzige Schwachstelle für Menschen, die keine Riesen sind: Die Stühle sind hoch. Ansonsten: Nichts zu bekritteln. Die Tagung und das Dinner an der Generalprobe zeigten: Der Campussaal lässt sich famos bespielen.

Interview mit Kathrin Kalt, Betriebsleiterin des Campussaals

Der Campussaal hat seine Feuertaufe hinter sich. Am Donnerstag fand dort eine KMU-Tagung samt festlichem Dinner statt. Sind Sie zufrieden mit der Generalprobe?


Kathrin Kalt*: Ja, ich bin sehr zufrieden. Unser junges Team, sowie auch unsere Partner Dr. W. A. Günther Mediarent im Technikbereich und unser Partner Trafo Baden im Cateringbereich haben Höchstleistungen im Hintergrund erbracht, um das KMU Swiss Podium so erfolgreich durchführen zu können. Das tolle Feedback des Veranstalters sowie auch von den Gästen ist für uns natürlich der grösste Lohn und gleichzeitig Motivation und Antrieb.

Der Campussaal ist noch keine feste Grösse in der Kongresslandschaft. Er muss sich erst etablieren. Wie ist er gebucht bis Ende 2013?


Der Buchungsstand entspricht unserer Planung, bis Ende Jahr, also in den ersten 3 Monaten. Wir sind sogar ganz leicht über den Erwartungen. Bei unseren Firmenkunden sind wir bereits eine Top-Location mit Neuheitswert. Ab sofort haben wir auch Referenzen vorzuweisen, was uns das Türöffnen bei zukünftigen Kunden wesentlich erleichtern wird.

Der Saal ist auf Sprachanlässe ausgerichtet. Können Sie sich vorstellen, dass dort aber auch Musikanlässe stattfinden?


Im Bereich der Sprachbeschallung ist unser Saal auf höchstem Niveau und das bereits mit der installierten Grundtechnik. Für Musikanlässe, wie etwa Konzerte, muss die Technik auf den jeweiligen Künstler und sein Songspektrum spezifisch angepasst werden. Dazu haben wir mit Dr. W. A. Günther Mediarent einen kompetenten Partner, der selbst die ausgefallensten Wünsche realisieren kann.

Ist die Akustik für Musikveranstaltungen schwierig?


Musik ist ein weiter Begriff. Es ist ein grosser Unterschied, ob eine 20-köpfige Blasmusik ihr Können zum Besten gibt oder ob eine junge Musikschul-Sängerin eine romantische Ballade vorträgt. Beide Szenarien sind absolut nicht schwierig, aber eben, wie erwähnt, sehr spezifisch. Daher muss die Technik individuell auf die gewünschte Beschallung angepasst werden.

Was nehmen Sie nach der geglückten Premiere in Angriff?


Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Die nächsten Testanlässe stehen bevor: Unter anderem ein Symposium; danach die Eröffnung der Kommunen Brugg und Windisch, eine Benefizgala von Mariella Farré; Delegiertenversammlungen, Tagungen; eine Jubiläumsgala; Händlermeetings, ein Musical sowie verschiedene Firmenweihnachtsanlässe. Wir sind bereit.

*Kathrin Kalt, Spreitenbach, ist Betriebsleiterin des Campussaals. «Dieser», sagt Kathrin Kalt, «wird einen Mehrwert für die Stadt Brugg und die Gemeinde Windisch, aber auch für die ganze Region generieren.» Kathrin Kalt ist überzeugt, dass der Campussaal einen festen Platz im Kontext zu Baden (Trafo) und Aarau (KuK) erobern wird.(EF.)

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