Schule Mellingen-Wohlenschwil
Vier Klassen wegen Virusmutationen in Quarantäne

Einige Schüler der Schule Mellingen-Wohlenschwil könnten sich mit einer mutierten Virusvariante angesteckt haben. Derzeit sind vier Klassen in Quarantäne. Die meisten Infektionen gingen auf das private Umfeld zurück, schreibt die Schule.

Alessandro Crippa
Drucken
Teilen
Die Schule Mellingen, hier das Gebäude an der Bahnhofstrasse.

Die Schule Mellingen, hier das Gebäude an der Bahnhofstrasse.

Stefan Hürst

Die letzte Woche vor den Sportferien ist für die Schule Mellingen-Wohlenschwil eine turbulente. Der Grund dafür ist das Coronavirus.

In den vergangenen Wochen habe das Contact-Tracing-Center des Kantons Aargau (Conti) sieben Klassen in Quarantäne geschickt. Dies, weil es bestätigte oder vermutete Fälle der Virusmutationen gegeben hat. Am Montag sind laut dem Infobulletin der Schule noch vier Klassen an verschiedenen Standorten betroffen. Es gebe allerdings nur wenige Schüler, die sich möglicherweise infiziert haben. Trotzdem hat das Auswirkungen auf andere Klassen, in denen sich beispielsweise die Geschwister der Infizierten befinden.

Alle Schüler von betroffenen Klassen müssen sich testen lassen

Der Grund für die Quarantänemassnahmen sind nicht die gestiegenen Fallzahlen an der Schule, sondern die Virusmutationen, bei denen das Conti die Quarantäneregeln verschärft hat.

Bei einer vermuteten oder bestätigten Ansteckung mit einer mutierten Form des Virus wird je nach Situation bereits bei einem einzelnen Fall die Klasse in Quarantäne geschickt. Alle Schüler der betroffenen Klasse müssen sich testen lassen. Zudem beurteilt das Contact-Tracing jede Situation individuell. Die Schule schreibt deshalb:

«Bei einer Ansteckung innerhalb einer einzelnen Familie mit mehreren schulpflichtigen Kindern führt dies also direkt zu Quarantänen für mehrere Schulklassen.»

Nicht betroffen von der Quarantäne sind die Lehrpersonen. Aber nur, wenn sie die Hygienemassnahmen (Distanz und Maske) eingehalten haben.

Klassendurchmischung vermeiden

Zudem trifft die Schule für die letzte Woche vor den Ferien noch eine Massnahme: Sie setzt unter anderem die Wahlpflichtfächer und den Schulsport aus. Damit wird eine Durchmischung von verschiedenen Klassen verhindert. Dazu schreibt die Schule im Infobulletin:

«Wir wollen vermeiden, dass Klassen und Eltern bis in die Sportferien hinein in Quarantäne sind.»

Die Schule geht aktuell davon aus, dass es innerhalb der Schule zu wenigen bis keinen Ansteckungen gekommen ist. Sie schreibt: «Wir gehen davon aus, dass praktisch alle Ansteckungen privat (zum Beispiel über die Eltern) erfolgten.»

Aktuelle Nachrichten