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FC Baden siegt im Heimspiel gegen Thalwil: Die Stürmer treffen und der Motor läuft wieder

Der FC Baden hat die Gäste aus Thalwil 4:1 (3:0) bezwungen. Trainer Ranko Jakovljevic ist trotzdem nicht ganz zufrieden und spricht am Ende sogar von Überheblichkeit.

Michael Wehrle
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Wenn Chris Teichmann trifft, siegt der FC Baden.

Wenn Chris Teichmann trifft, siegt der FC Baden.

Bild: Alexander Wagner (14.08.2021)

Viel effektiver geht es nicht. Innerhalb von fünf Minuten hat der FC Baden mit drei Toren dem Gast aus Thalwil den Wind völlig aus den Segeln genommen. Nach dem siebten Sieg im achten Spiel führen die Aargauer die Tabelle der Gruppe 3 der 1. Liga souverän an.

18 Minuten lang boten die Thalwiler den Badenern Paroli, und liessen gar nichts zu. Dann flankte Yves Weilenmann, der nach seiner Verletzung wieder in der Startelf stand, zur Mitte, der Ball sprang Lewis Tavares an die Hand und Chris Teichmann erzielte per Elfmeter das 1:0. Zwei Minuten danach knallte Teichmann den Ball nach einer abgewehrten Ecke von der Strafraumgrenze direkt ins Netz. Und nochmals drei Minuten später segelte Thalwils Ersatzgoalie Rosario Filippone, gestört von Teichmann, unter einer Weilenmann-Flanke durch, Michael Schär schob den Ball ins Tor. Filippone vertrat Ex-Profi David Da Costa, der beruflich abwesend war.

Da war der Thalwiler Widerstand gebrochen. Die Badener liessen weitere Chancen aus, so Teichmann, der alleine auf Filippone zu lief, aber hängen blieb. Diesmal ohne Folgen. Noch vor einer Woche hatte Badens Torschütze vom Dienst auch solche Möglichkeiten ausgelassen und Baden so die ersten Meisterschaftspleite kassiert. Doch diesmal lief der zuletzt etwas stotternde Motor im Badener Spiel wieder.

Nach drei Toren wurden die Badener schludrig

«Wenn man so viel Zeit hat, ist es am schwierigsten, aber zwei Tore sind ja in Ordnung», kommentierte Teichmann, der nun schon neun Mal getroffen hat. Die Badener behielten das Heft in der Hand, sündigten aber weiter im Abschluss. Nach knapp einer Stunde sah Thalwils Argjend Gashi gelb, als er versuchte, Teichmann am Arm zurückzureissen. Erzürnt motzte er den Schiedsrichter an und sah prompt Rot.

Gekonnt liessen die Badener in Überzahl Ball und Gegner laufen, doch zu schludrig spielten sie oft den letzten Pass. So reichte es trotz guter Ansätze nur zum vierten Tor durch den eingewechselten Fabio Capone.

Die schlampigen Zuspiele mehrten sich, die Thalwiler kamen durch den ehemaligen Badener Nikola Marjanovic zu einem Pfostenschuss und in der Schlussminute traf ihr bester Angreifer, Giovanni La Rocca, gar zum Ehrentor. «Das ärgert mich wirklich», sagte Badens Trainer Ranko Jakovljevic und sprach in er ersten Reaktion gar von «Überheblichkeit.» So schlimm sah es allerdings nicht aus, es war wohl einfach der Konzentration geschuldet.

Baden - Thalwil 4:1 (3:0)

Baden: Hübel; Weilenmann (65. Maksimovic), Laski, Franek, Brunner (72. Matovic), Romano (72. Chirulli); Ladner, Weber; Jakovl­jevic; Teichmann (65. Capone), Schär (72. Cirelli).

Tore: 18. Teichmann (Handelfmeter) 1:0. 20. Teichmann 2:0. 23. Schär 3:0. 77. Capone 4:0. 90. La Rocca 4.1. – Gelb-Rot: 58. Gashi. – 400 Zuschauer.

Baden ohne Herger, Stump (beide verletzt). Muff, Uka (beide gesperrt).

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