Stetten
Eine Rutschbahn als Extra: Nach dreissig Jahren erhält der Kindergarten einen neuen Anstrich

Die Arbeiten am Doppelkindergarten in Stetten kosten rund 860'000 Franken. Einen anderen Weg ging die Gemeinde einst beim «Storchennest».

Larissa Gassmann
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Die Kindergärtner im damals neu erstellten «Storchennest».

Die Kindergärtner im damals neu erstellten «Storchennest».

Anja Ringele

Nach 30 Jahren erhält der Doppelkindergarten am Bachweg eine umfassende Sanierung. Gutgesprochen wurde an der letzten Einwohnergemeindeversammlung vom 18. November ein Verpflichtungskredit in Höhe von rund 860000 Franken.

Wie der «Reussbote» berichtet, wurden am alten Holzgebäude bisher nur kleinere Sanierungsarbeiten vorgenommen. Mehrere undichte Stellen im Dach haben in Stetten letztendlich zum Wunsch nach einer ausführlicheren Sanierung geführt. Nach einem in Auftrag gegebenen Zustandsbericht wurde klar, dass eine strukturelle Sanierung und nicht etwa eine Gesamtsanierung oder Vergrösserung nötig ist.

Zugang dank behindertengerechter Rampe

Laut «Reussbote» werden nun unter anderem energetische Massnahmen vorgenommen. Dazu gehört etwa das Ersetzen der Fenster und Hinterlüftung. Auch die Nasszellen werden saniert, dazu wird die Küche ausgetauscht. Gleichzeitig soll eine behindertengerechte Rampe den Zugang zum Kindergarten erleichtern. Geplant sind aus Sicherheitsgründen zudem Absturzsicherungen, Brandschutzmassnahmen und eine Blitzschutzanlage. Als kleines Extra wird eine Rutschbahn eingebaut, welche die Stockwerke miteinander verbindet.

Das entsprechende Baugesuch liegt bis zum 2. Februar auf der Gemeindekanzlei in Stetten auf. Läuft alles wie geplant, so finden die sechs Wochen andauernden Sanierungsarbeiten noch in diesem Jahr statt. Durchgeführt werden sie jeweils in den Ferien.

So entstand 2017 das «Storchennest»

Einen anderen Weg ging einst Heribert Huber mit seinem Kindergarten. Ende 2017 baute er damals sein Elternhaus an der Unterdorfstrasse für rund 1,4 Millionen entsprechend um (die AZ berichtete). Sein 150 Quadratmeter grosses «Storchennest» entstand in gerade einmal acht Monaten im ehemaligen Stall der Liegenschaft.

Es verfügt unter anderem über mehrere Gruppenräume, ein Büro und einen Garten und steht direkt neben dem anliegenden Wohnhaus. Am Umbau beteiligt waren vor allem regionale Firmen. «Ich bin sehr zufrieden. Hinter dem Kindergarten steckt viel Herzblut», sagte Huber damals. Die Idee zum Kindergarten hatte Huber, nachdem ihm zu Ohren kam, dass die Gemeinde auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten ist.

Mit der Gemeinde hat Huber einen zehnjährigen Mietvertrag über 3100 Franken pro Monat abgeschlossen. Dieser Vertrag wurde an der darauffolgenden Gemeindeversammlung ohne Gegenstimmen gutgeheissen.

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