Axpo

Dunkle Wolken ziehen über die Axpo in Baden

Für wie viele Axpo-Angestellte heisst es bald Lichter löschen in Baden?

Für wie viele Axpo-Angestellte heisst es bald Lichter löschen in Baden?

Der Energiekonzern Axpo baut ab März 2012 bis zu 140 Stellen ab. Entlassungen bleiben dabei nicht aus. Es stellt sich die Frage: Wie stark ist der Hauptsitz des Konzerns in Baden betroffen? Genaue Zahlen wird der Konzern im März kommunizieren.

Beim Abbau der 140 Stellen beim Energiekonzern Axpo kommt es auch zu Entlassungen. Da der Hauptsitz des Konzerns in Baden beheimatet ist, stellt sich die Frage: Wie stark ist der Standort Baden vom Stellenabbau betroffen?

«Ungefähr die Hälfte der abzubauenden Stellen könnten Baden betreffen», liess Konzernchef Heinz Karrer an der Pressekonferenz am Montag gegenüber der az Aargauer Zeitung verlauten. Der andere Teil wird die Filiale in Dietikon betreffen.

«Wir hören von vielen Seiten unterschiedliche Zahlen, wir wissen es noch nicht genau. Aber es sind keine riesigen Differenzen zwischen den verschiedenen Zahlen», sagt Stephan Attiger, Gemeindeammann der Stadt Baden.

Doppelspurigkeiten werden eliminiert

«Die Axpo Holding AG beschäftigt in Baden 61 Mitarbeitende, die Axpo AG deren 762. Beide Einheiten werden vom Stellenabbau betroffen sein», gibt sich Erwin Schäfer, Mediensprecher der Axpo, eher zurückhaltend. Die endgültigen Zahlen wird der Konzern erst im März mitteilen.

Bereits jetzt ist hingegen klar, dass der Stellenabbau vor allem den Handelsbereich und das Service- und Support-Segment betrifft. «Durch die Integration von Axpo Holding AG, Axpo AG und EGL AG können zahlreiche Doppelspurigkeiten eliminiert werden», erklärt Schäfer.

Axpo baut 140 Stellen ab

Axpo baut 140 Stellen ab

Neu werden die operativen Tätigkeiten, die heute in mehreren Divisionen der Axpo AG und bei der EGL AG angesiedelt sind, in den beiden Geschäftsbereichen «Produktion & Netze» und «Handel & Vertrieb» konzentriert. Dadurch würden Kompetenzen konzentriert, Abläufe vereinfacht und die Kosten reduziert, teilt die Axpo mit.

Einzelschicksale geben zu denken

Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Verlust der Axpo-Arbeitsstellen für die Stadt Baden kein Beinbruch. «Doch für die einzelnen Personen, die ihre Stelle verlieren, ist das natürlich dramatisch. Die betroffenen Mitarbeiter werden sich existenzielle Fragen stellen müssen», so Gemeindeammann Attiger.

Für ihn ist aber klar, dass man die Kündigungen so tief halten muss, wie nur möglich. «Denn das sind die harten Fälle.» Man will bei der Axpo versuchen, die Stellenzahl so gut es geht, durch natürliche Fluktuation und Pensionierungen zu verringern. Das ist auch im Sinne von Badens Gemeindeammann Attiger.

Der Gewinneinbruch bei der Axpo betrifft aber nicht nur die eigenen Angestellten. Er hat auch Wirkung auf den gesamten Aargau. Wie das Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio DRS am Montag berichtete, muss der Kanton, der mit rund 13 Prozent direkt am Stromkonzern beteiligt ist, auf 9 Millionen Franken verzichten.

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