Den Geheimnissen der Bäderstadt auf der Spur

In der SRF-Sendung «Einstein» stehen heute die Badener Bäder und ihre 2000-jährige Geschichte im Fokus.

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Die Statisten der SRF-Sendung «Einstein» lassen eine mittelalterliche Szenerie entstehen.

Die Statisten der SRF-Sendung «Einstein» lassen eine mittelalterliche Szenerie entstehen.

Bild: zVG

Wo einst Kaiser, Priester und Päpste badeten, steht nun eine riesige Baustelle. Und doch weht plötzlich ein Hauch von Geschichte durch das Badener Bäderquartier, wo 2021 das neue Thermalbad eröffnen soll. Vier in weisse Gewänder gekleidete Personen verweilen vor dem Atrium-Hotel Blume in einem Holzbecken. Für das SRF-Wissensmagazin «Einstein» lassen die Statisten gekonnt eine mittelalterliche Szenerie entstehen. Alles dreht sich in der heutigen Folge um die Geheimnisse der Bäderstadt und die laufenden Ausgrabungen.

Verantwortlich für die Sendung zeichnet Simon Joller. Der Redaktor und Produzent wurde von einer Arbeitskollegin auf das Thema aufmerksam gemacht. Mit Archäologin Andrea Schaer leitet eine ehemalige Schulkollegin der SRF-Angestellten die Bauforschung in den Bädern. Bei seinem ersten Besuch vor Ort zeigte sich Joller begeistert: «Wir prüfen stets, ob das Thema für den Zuschauer von Interesse ist, ob der Schauplatz geeignet ist, die Protagonisten authentisch, kompetent und nicht allzu kamerascheu sind. Schaer ist eine offene und authentische Person.»

Hautnah dran an der archäologischen Arbeit

So kam es, dass gleich nach den Weihnachtsferien mit den Dreharbeiten gestartet wurde. Die gefilmten Ausgrabungen werden durch diverse Nebengeschichten ergänzt. Mit einem Geologen geht Joller dem Ursprung des Thermalwassers nach, im historischen Museum ist er der Popularität des ehemaligen Kurorts auf der Spur. Denkmalpfleger schildern ihre Sicht der Dinge, ein Gespräch mit dem Architekten Mario Botta zeigt wiederum das neuste Kapitel in der Geschichte des Bäderquartiers auf.

Was über den Bildschirm flimmert, ist lebendige Forschungsarbeit. «Das Tolle ist, dass wir innerhalb von zwei Monaten immer wieder vor Ort waren. Es ist fast schon ein Dokumentarfilm entstanden, keine rein analytische Wissenschaftssendung», sagt Joller. Manchmal hört man Schaer fluchen, dann wieder in Jubelschreie ausbrechen. Der Zuschauer ist hautnah dran an der archäologischen Arbeit, aber auch an von sich an Jungfrauen ergötzenden Priestern und heiratswilligen Badegästen. Vor Ort wurde das Team nicht selten auf die Dreharbeiten angesprochen. «Die Leute leben das Baden noch immer – oder zumindest wieder. Es ist hier viel Begeisterung vorhanden», sagt Joller. (lga)

Einstein SRF 1, 16.4., 21.05 Uhr

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