Siggenthal-Lägern
Das Betreibungsamt erhält ein wichtiges Update – als erstes der Schweiz

Als Pilotamt kommt das Betreibungsamt Siggenthal-Lägern automatisch zum Zug: Das Betreibungsamt kann mit einer aktualisierten Version ihrer Fachapplikation arbeiten. Und das als erstes der Schweiz.

Larissa Gassmann
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Das Betreibungsamt Siggenthal-Lägern kam beim neusten Update ihrer Fachapplikation zum Zug - als erstes Betreibungsamt der Schweiz.

Das Betreibungsamt Siggenthal-Lägern kam beim neusten Update ihrer Fachapplikation zum Zug - als erstes Betreibungsamt der Schweiz.

Keystone

Als erstes Betreibungsamt der Schweiz hat das Betreibungsamt Siggenthal-Lägern das neuste Update der Fachapplikation «eXpert» erhalten. Diese unterstützt die Ämter bei den komplexen Arbeitsabläufen und optimiert die Prozesse praxisnah. Als Pilotamt kam das Betreibungsamt Siggenthal-Lägern beim Update automatisch zum Zug.

«Das Ganze hat damit zu tun, dass wir bei unserer Fachapplikation eng mit dem Softwarelieferanten zusammenarbeiten», sagt Leiter Dominik Fischer. So sucht der Lieferant jeweils schweizweit nach Pilotämtern, die neuste Versionen testen und Feedback dazu liefern können.

Wie Fischer erklärt, wurde beim Update zudem eine neue Version des Standards für das elektronische Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (eSchGK) eingeführt. Dabei handelt es sich um einen Standard für den Austausch von elektronischen Betreibungsdaten zwischen natürlichen Personen, juristischen Personen des privaten und des öffentlichen Rechts sowie Betreibungsämtern.

55 Prozent der Begehren online eingereicht

Bereits seit einigen Jahren arbeitet das Betreibungsamt Siggenthal-Lägern, das zuständig ist für die Gemeinden Ehrendingen, Ennetbaden, Freienwil, Ober- und Untersiggenthal, mit der durch das Bundesamt für Justiz entwickelten Schnittstelle. Auch die restlichen Ämter und dem Verbund angehörige Gläubiger werden das nötige Update laufend erhalten.

Derzeit werden beim Betreibungsamt Siggenthal-Lägern rund 55 Prozent der Betreibungsbegehren online eingereicht. Damit ist noch Luft nach oben vorhanden. «Bevor ein Begehren online eingereicht werden kann, muss es nach bestimmten Vorgaben zertifiziert und signiert sein», sagt Fischer. «Das führt dazu, dass kleinere Gläubiger dem Standard noch nicht angehören. Dieser Kreis vergrössert sich aber nach und nach.»

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