Baden/Ennetbaden
Neue Attraktionen im Bäderviertel: So sehen heisser Brunnen, heisser Stein und Limmatquelle aus

Baden und die Region erhalten diesen Herbst nicht bloss ein neues Thermalbad: Viele weitere kleine Attraktionen werten das Bäderviertel auf. Auch diese werden bald eröffnet - ein Augenschein.

Pirmin Kramer
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160 Meter lang: Die Wellness-Therme Fortyseven in Baden.

160 Meter lang: Die Wellness-Therme Fortyseven in Baden.

Alex Spichale

Am 20. November eröffnet das neue Thermalbad in Baden, das «Fortyseven» von Architekt Mario Botta. Der 160 Meter lange Bau mit 850 Quadratmetern Thermalwasserfläche, Infinity-Aussenpool, Kaltwasserbecken, Fliessbecken und diversen Saunen ist das architektonisch prägende Bauwerk am Limmatknie.

Doch nicht nur die «Wellness-Therme», wie das Bad von den Betreibern genannt wird, sondern auch verschiedene weitere kleinere Bauten im Bäderquartier werden in den nächsten Wochen fertiggestellt.

Der Heisse Brunnen: Hier kann gratis in Thermalwasser gebadet werden

Der heisse Brunnen auf Badener Seite: Hier kann man ab November im Thermalwasser baden, oder zumindest darin sitzen.

Der heisse Brunnen auf Badener Seite: Hier kann man ab November im Thermalwasser baden, oder zumindest darin sitzen.

Pirmin Kramer

Auf beiden Seiten der Limmat, also auf Ennetbadener und Badener Gebiet, werden bald zwei sogenannte «Heisse Brunnen» zum Bad im Thermalwasser einladen. Am 6. November um 14 Uhr werden die beiden vom Verein Bagni Popolari konzipierten öffentlichen Brunnen in Betrieb genommen. Zur Einweihung füllen Stadt und Ortsbürgergemeinde Baden, Gemeinde Ennetbaden und Bagni Popolari gemeinsam mit der Bevölkerung die Brunnen.

Limmatquelle soll Emotionen wecken

Hinter Säulen und Glas wird die Limmatquelle gezeigt.

Hinter Säulen und Glas wird die Limmatquelle gezeigt.

pkr (19.10.2021)

Sehr auffällig ist das Säulen-Bauwerk auf der Promenade etwa Hundert Meter Flussaufwärts, nahe des Mercier-Stegs. Hinter Glasscheiben wird die Limmatquelle gezeigt, wie sie direkt aus dem Boden sprudelt. «Die Neugestaltung der Limmatquelle ermöglicht die Sichtbarkeit des Thermalwassers und soll eine emotionale Verbindung mit den neuen Bädern schaffen», heisst es in der Mitteilung der Stadt.

Ab Anfang November steht auch die neue grosszügig angelegte Limmatpromenade auf Badener Seite wieder durchgängig zur Verfügung. Für die Pflanzung der Bäume und Gehölze werden allenfalls noch Einschränkungen oder Sperrungen erforderlich sein, teilt die Stadt mit. Weitere Arbeiten im Mättelipark, insbesondere die Ansaat der Wiesenflächen, werden im Frühling 2022 fertig gestellt. Die neue Promenade auf Ennetbadener Seite wurde bereits vor einigen Jahren erbaut – dort führte bis zum Bau des Umfahrungstunnels noch eine Hauptstrasse durch.

Heisser Stein: Quelle wird spürbar

«Heisser Stein»: Die gleichnamige Thermalwasserquelle wird künftig bedeckt mit einer Platte, die sich erwärmt - darum der Name.

«Heisser Stein»: Die gleichnamige Thermalwasserquelle wird künftig bedeckt mit einer Platte, die sich erwärmt - darum der Name.

pkr (6. Oktober 2021)

Auf dem Kurplatz erfolgen derzeit die Arbeiten für den Heissen Stein: der Abschluss erfolgt voraussichtlich Ende Oktober. Die Steinplatte aus Erstfelder Gneis versinnbildlicht die Geschichte der Bäder konzentriert und schafft dadurch Identifikation. Im Zuge der Neugestaltung des Kurplatzes wird dem "Grossen Heissen Stein" seine ursprüngliche Bedeutung zurückgegeben.

Als "Kulminationsort" soll die Hauptquelle von insgesamt 21 Thermalquellen mit ihrer markanten Abdeckung nicht nur im Winter durch ihre Wärme, sondern auch im Sommer als "Stadtmobiliar" in Erscheinung treten. Mit der Anhebung bietet sich die Steinabdeckung gleichzeitig zum Sitzen und Verweilen an und stärkt den Platz als Begegnungsort.

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