Würenlos
Zufallsopfer erwürgt: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 32-jährigen Schweizer

Ein 32-jähriger Schweizer hat vor einem Jahr einen ihm unbekannten Passanten am Limmatufer bei Würenlos getötet. Die Staatsanwaltschaft fordert nun 10 Jahre Freiheitsstrafe und eine stationäre Massnahme.

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Im Januar 2021 wurde ein Mann am Limmatufer erwürgt.

Im Januar 2021 wurde ein Mann am Limmatufer erwürgt.

Tele M1

Die Staatsanwaltschaft Baden hat Anklage wegen Mordes gegen einen 32-jährigen Schweizer erhoben. Dieser hatte Ende Januar 2021 einen 81-Jährigen aus dem Kanton Zürich am Limmatufer bei Würenlos erwürgt. Der ältere Mann war offenbar ein Zufallsopfer.

Wie die Staatsanwaltschaft Aargau mitteilt, wollte der Beschuldigte sich ursprünglich selbst das Leben nehmen, dann kam er aber auf die Idee, einen älteren Mann zu suchen und diesen zu töten. Als er dem Opfer am Limmatufer begegnete, griff er nach einem kurzen Gespräch unvermittelt von hinten an und strangulierte den Mann mit einem Unterarmwürgegriff.

Der Angeklagte ist geständig. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine 10-jährige Freiheitsstrafe sowie eine stationäre Massnahme. Die Anklage ist am Bezirksgericht Baden hängig. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der 32-Jährige hatte sich nach der Tat selbst bei den Behörden gemeldet. Als die Polizei am Limmatufer ankam, machte er sie durch Zurufen auf sich und den Tatort aufmerksam und liess sich widerstandslos festnehmen. (zen/sam)

Der Beitrag von Tele M1 vom Januar 2021

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