Aarau
«Wir Handballer brauchen keine neue Schachenhalle»

Der Aarauer Stadtrat hat den 30-Millionen-Neubau der Schachenhalle aus Kostengründen auf Eis gelegt. Was das für den Handballclub HSC Suhr Aarau bedeutet, den grössten Nutzer der Schachenhalle, sagt Geschäftsführer Thomas Kähr im Interview.

Hubert Keller
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Thomas Kähr ist Geschäftsführer des Handballclubs HSC Suhr Aarau, dem grössten Nutzer der Schachenhalle.

Thomas Kähr ist Geschäftsführer des Handballclubs HSC Suhr Aarau, dem grössten Nutzer der Schachenhalle.

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Der Stadtrat hat beschlossen, dass der Neubau der Schachenhalle aus Kostengründen vorläufig nicht realisiert werden soll. Vorgesehen ist eine Sanierung mit minimalem Aufwand.

Herr Kähr, was bedeutet der Entscheid des Stadtrats für den Handballclub Suhr Aarau?

Für uns ist wichtig, dass wir eine Wettkampfhalle haben, die unseren Bedürfnissen entspricht. Ein guter Teil des Neubauprojekts wäre für uns gar nicht nötig.

Die neue Halle hätte ein Fassungsvermögen von 3000 Zuschauern. Sie hätten mehr Publikum.

Die jetzige Halle fasst 1000 bis 1200 Zuschauer. Für uns wären 1500 optimal. Die Halle hat also fast eine ideale Grösse.

Also sind Sie mit dem jetzigen Zustand zufrieden?

Nein, die jetzige Schachenhalle hat viele Nachteile. Die Garderoben und Duschen sind knapp genügend. Die Stauräume für Material reichen nicht aus. Die Toiletten sind im Rollstuhl nicht erreichbar. Einrichtungen fürs Catering, eine moderne Kommunikation wie zum Beispiel WLAN und die Beschallung fehlen.

Die Schachenhalle ist 45 Jahre alt.

Das merkt man auch am Hallenboden, der unbedingt ersetzt werden muss. Es hängt nun davon ab, was sich der Stadtrat unter einer Instandhaltung vorstellt. Wenn die betrieblichen Mängel behoben werden, können wir damit leben. Wir würden uns freuen, wenn die Stadt die Massnahmen mit uns besprechen würde.

Also sind Sie gegen eine neue Schachenhalle?

So kann man das nicht sagen. Wir brauchen sie in der im Vorprojekt vorgesehenen Form nicht. Wir haben zudem auch Bedenken, dass durch die anderweitigen Nutzungen wie Konzerte und Kongresse Konflikte mit unserem Spielkalender entstehen könnten. Es ist auch davon auszugehen, dass die Betriebskosten der neuen Halle ungleich höher wären als heute, was nicht in unserem Interesse sein kann. Wir sind kein reicher Verein.

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