Zeugenaufruf
Tötungsdelikt Aarau: Ermittler geben Identität des Opfers bekannt und haben Fragen an die Bevölkerung

Am vergangenen Donnerstag um zirka 18 Uhr wurde in Aarau an der Erlinsbacherstrasse 40 eine 66-jährige Schweizerin mit einem Messer getötet. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Aargau ersuchen die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Tat.

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Tötungsdelikt Aarau: Beim Opfer handelt es sich um die 66-jährige Hildegard Enz Rivola.
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Enz Rivola wurde zu Hause an der Erlinsbacherstrasse 40 umgebracht.
Sie ging oft mit ihrem Hund an der Aare spazieren.
Der Hund von Hildegard Enz Rivola verschwand zwischen Donnerstag 17. und Samstagmorgen, 19. Januar 2019. Die Polizei wollte wissen: Wer hat ihn in dieser Zeit gesehen?
Der Tatort befindet sich an der Erlinsbacherstrasse 40 in Aarau (rot markiert).
Wenige Tage nach der Bluttat: Die Kantonspolizei Aargau verteilt rund um den Tatort des Tötungsdelikts an Hildegard Enz Rivola Flugblätter an Passanten und Hündeler.
Diese Treppe an der Erlinsbacherstrasse in Aarau wurde abgesperrt, nachdem am Donnerstagabend (17. Januar 2019) die 66-jährige Frau niedergestochen wurde.
Die Kantonspolizisten durchforsten am Freitagmorgen die Umgebung nach Hinweisen zur zunächst unbekannten Täterschaft.
Tötungsdelikt an Erlinsbacherstrasse in Aarau (1)
Die Polizisten suchen hier das Nachbargrundstück ab. Die 66-Jährige wurde vor dem Haus im Hintergrund (Erlinsbacherstrasse 40) gefunden.
Tötungsdelikt Aarau: Gibt es nun eine heisse Spur? (19. Januar) Es bleiben viele Fragen ungeklärt. Tele M1 berichtet, dass die Polizei bei ihren Ermittlungen auch Asylunterkünfte ins Visier nimmt.
Die Haustür des Opfers wurde von der Polizei versiegelt.
Der Tatort Erlinsbacherstrasse 40: Die Frau wurde vor ihrem Hauseingang (oben hinter dem Haus) gefunden.
Die Polizisten suchen dei Nachbargrundstücke und die Treppe zur Weinbergstrasse ab.
Am Tag nach der Tat durchforstet die Kantonspolizei Aargau mit einem 20-köpfigem Team die Umgebung.
Die Kantonspolizisten kehren buchstäblich jeden Stein um.
Die Kantonspolizei Aargau durchforstet mit einem 20-köpfigem Team die Umgebung. Im Hintergrund das Kraftwerk.
Vom Haus des Opfers blickt man auf die Aare.
Am Tag nach der Tat durchforstet die Kantonspolizei Aargau mit einem 20-köpfigem Team die Umgebung.
Der Tatort ist von der Strasse aus nicht einsehbar.
Blick vom Haus des Todesopfers auf die Aare.
Das Haus des Opfers

Tötungsdelikt Aarau: Beim Opfer handelt es sich um die 66-jährige Hildegard Enz Rivola.

Staatsanwaltschaft Aargau

Beim Opfer handelt es sich um die 66-jährige Hildegard Enz Rivola aus Aarau, wie die Staatsanwaltschaft am Montag in einem Communiqué mitteilt. Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt richten die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Aargau folgende Fragen an die Bevölkerung:

  • Wer hat Hildegard Enz Rivola am Donnerstag, 17. Januar 2019, zwischen 13.30 und 18 Uhr gesehen oder mit ihr an diesem Tag in irgendeiner Form Kontakt gehabt?
  • Wer hat am Donnerstag, 17. Januar 2019, zwischen 13.30 und 20 Uhr im Bereich der Erlinsbacherstrasse/Weinbergstrasse und nähere Umgebung in Aarau verdächtige Personen gesehen oder Wahrnehmungen gemacht?
  • Wer hat im angegebenen Zeitraum und Gebiet Dashcam- oder andere visuelle Aufnahmen gemacht?
  • Wer kann Hinweise zu Hildegard Enz Rivola, ihrem Verhalten oder ihrem Umfeld geben?
  • Wer hat den Hund von Hildegard Enz Rivola zwischen Donnerstag 17. und Samstagmorgen, 19. Januar 2019, gesehen?
  • Wer hat im Zusammenhang mit der verübten Tat verdächtige Feststellungen gemacht oder kann andere sachdienliche Hinweise geben?

Hinweise nimmt die Kantonspolizei Aargau unter Tel. 062 835 81 81 entgegen.

Die Nachbarn hatten die Frau am Donnerstag kurz nach 18 Uhr blutüberströmt vor ihrem Hauseingang gefunden. Sie schrie um Hilfe. Obwohl die Ambulanz sie ins Spital brachte, erlag sie noch am gleichen Abend ihren schweren Verletzungen. Jemand hatte mit einer Stichwaffe mehrmals auf sie eingestochen.

Es folgte eine grosse Suchaktion der Polizei. Der Hund des Opfers wurde nach der Tat vermisst, wurde aber in der Zwischenzeit gefunden.

Noch nicht bekannt ist, ob Hildegard Enz Rivola gezielt ausgesucht wurde oder ein Zufallsofer war. Am Tag nach der Tat erklärte Roland Pfister, Kommunikationschef der Kantonspolizei Aargau, das es noch keinen konkreten Tatverdächtigen gäbe. Auch in der Mitteilung vom Montag heisst es, die Ermittlungen würden auf Hochtouren und in alle Richtungen laufen. «Die Spurensicherung und die Arbeiten des kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspolizei Aargau sind noch nicht abgeschlossen.» Zu den bisher gewonnenen Erkenntnissen wollen die Strafverfolgungsbehörden aus ermittlungstaktischen Gründen keinerlei Angaben machen.

(Hinweis der Redaktion: Artikel erschien am 21. Januar 2019. Die Bilder vom Todesopfer wurden nach der Mitteilung zur Festnahme des Verdächtigen am 14. Februar verpixelt)

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