Spielplatz
Jetzt braucht der Verein Pumptrack Aarau Geld für die neue Anlage in Buchs

Das Baugesuch liegt auf, das Crowdfunding läuft: Erhält Buchs bald einen Pumptrack bei der Schulanlage Suhrenmatte?

Nadja Rohner
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Der neue Pumptrack ist ausgesteckt.

Der neue Pumptrack ist ausgesteckt.

Nadja Rohner

Der neue Pumptrack für Buchs wird konkret: Erstens liegt aktuell das Baugesuch für die Anlage neben dem Suhrenmatte-Schulhaus auf. Zweitens sammelt der Verein Pumptrack Aarau Geld, um das Projekt finanzieren zu können.

Bezahlen muss der Verein allerdings nur die Anlage. Denn das dafür vorgesehene Land neben der Buchser Schulanlage Suhrenmatte (nördlich der Turnhalle) gehört der Einwohnergemeinde Buchs. Diese stellt dem Verein eine Fläche von etwa 1000 Quadratmetern zur Verfügung – gratis. Die Pumptrackanlage geht nach der Fertigstellung ebenso unentgeltlich ins Eigentum der Gemeinde über. Der Verein darf sie für eigene Anlässe drei bis fünf Mal pro Jahr exklusiv nutzen, ansonsten gilt sie als öffentlicher Spielplatz, der ganzjährig von 8 bis 21 Uhr für jedermann gratis nutzbar ist.

So sieht ein Pumptrack aus (hier: Grenchen).

So sieht ein Pumptrack aus (hier: Grenchen).

Lisan Vugts

Der Verein Pumptrack Aarau gilt als Betreiber der Anlage und stellt Platzwarte. Er erhält dafür 1000 Franken jährlich von der Gemeinde. Diese übernimmt auch die Versicherungskosten, der Werkhof ist ausserdem für Grünunterhalt und Abfallentsorgung zuständig.

Mitglieder des Vereins Pumptrack Aarau beim Schulhaus Suhrenmatte, wo der Pumptrack gebaut werden soll.

Mitglieder des Vereins Pumptrack Aarau beim Schulhaus Suhrenmatte, wo der Pumptrack gebaut werden soll.

Nadja Rohner

Die Anlage wird zirka 40 mal 27 Meter gross. Laut Baugesuch werden 600 Quadratmeter asphaltiert, zwischen den Fahrbahnschlaufen wächst Gras. Die Fahrbahn mit Wellen, Mulden und Kurven soll 200 Meter lang werden. Der Aushub der Mulden wird gleich für die Wellen gebraucht. Gegen das Landwirtschaftsland hin ist ein Maschendrahtzaun geplant.

Bauplan aus dem Baugesuch.

Bauplan aus dem Baugesuch.

Zvg / Aargauer Zeitung

Es sei mit den üblichen Emissionen eines öffentlichen Spielplatzes zu rechnen, heisst es im Betriebs- und Nutzungsreglement. Man erwarte für Anwohner «keine deutlich wahrnehmbaren Geräusche», steht weiter geschrieben. Das Abspielen von lauter Musik ist verboten, Rauchen und Alkoholtrinken ebenfalls. Befahren werden darf der Track mit Fahrrädern (ohne Batterie), Kickboards, Skate- und Longboards und Rollerblades. Es besteht Helmpflicht. Neben dem Track gibt es Kübel und Bänkli; aufs WC gehen Nutzer bei der Turnhalle.

Das alles kostet – 286'000 Franken laut Verein. Er setzt auf Crowdfunding, um 60'000 Franken davon zusammenzubringen: Auf www.lokalhelden.ch kann man bis zum 16. August spenden. Für Kleinspender (50 Franken) gibt es einen Sticker, für 250 Franken eine Bratwurst am Eröffnungsfest, für eine Spende von 5000 Franken kann man den Track einen Nachmittag allein nutzen. Bis jetzt sind durch 80 Personen insgesamt 11'785 Franken gespendet worden.

Der Verein Pumptrack Aarau konnte neben dem Crowdfunding, das auf viele kleine Beiträge setzt, auch Firmen aus der Region für Sponsorings gewinnen. «Auch mit einem Beitrag aus dem Swisslos Sportfonds darf gerechnet werden», so der Verein. Die beiden Buchser Bäcker Jaisli und Chocolats Kaufmann unterstützen das Projekt mit einer Pumptrack-Schoggi und einem Bike-Gebäck: Für eine verkaufte Schoggi wandern zwei Franken in die Baukasse, für ein Gebäck fünf.

Sponsoringartikel der Bäckereien.

Sponsoringartikel der Bäckereien.

Zvg / Aargauer Zeitung

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