Aarau
Spätestens Ende Jahr ist Schluss mit Gratis-Parkieren beim Tierpark Roggenhausen

Die Aarauer Ortsbürgergemeinde versucht, die Situation auf dem Roggenhausen-Parkplatz zu beruhigen.

Ueli WIld
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Bei schönem Wetter wird es auf dem Roggenhausen-Parkplatz oftmals eng. Ueli Wild

Bei schönem Wetter wird es auf dem Roggenhausen-Parkplatz oftmals eng. Ueli Wild

Ueli Wild

Mittwochnachmittag, kurz nach zwei Uhr. Für 15 Autos hat es noch Platz auf dem Roggenhausen-Parkplatz an der Schönenwerderstrasse. Allerdings: Ein Fahrzeug nach dem andern rollt in Richtung Wald und lange geht es nicht mehr, bis das letzte der 59 Parkfelder besetzt sein wird.

An schönen Sommertagen platzt der Parkplatz aus allen Nähten und häufig stellen genervte Automobilisten, die kein offizielles Feld mehr finden, ihren Wagen in Wildwest-Manier ab – sodass mitunter andere Fahrzeuge zugeparkt werden oder zumindest der Durchgang massiv erschwert wird.

Vorgesehen ist das nicht: Sind alle Parkfelder belegt, sind die Lenker gehalten, den Parkplatz auf der Schanz zu benützen, was mit zwei Nachteilen verbunden ist: Die Schanz ist 700 Meter vom Eingang ins Roggenhausentäli entfernt und die dortigen Parkplätze sind kostenpflichtig. Der Roggenhausen-Parking dagegen ist gratis. Allerdings nicht mehr lange.

Die Ortsbürgergemeinde Aarau hat nämlich 2015 beschlossen, das zu ändern, um Ordnung zu schaffen. Allerdings wurden zuerst andere Lösungen geprüft, wie Margrit Röthlisberger, Leiterin Sektion Liegenschaften der Ortsbürgergemeinde, erläutert.

Eine Erweiterung des Parkplatzes gegen den Wald hin scheiterte aber am Veto des Kantons und eine Ausdehnung in Richtung Schönenwerderstrasse wäre, nicht zuletzt der erforderlichen Stützmauer wegen, mit enormem Aufwand verbunden gewesen. So entschied man sich, die Parkplätze kostenpflichtig zu machen und Taxameter zu installieren.

Heikle Situationen vermeiden

Wann dies genau der Fall sein wird, kann Margrit Röthlisberger derzeit noch nicht sagen. Sie bestätigt aber, dass das Projekt noch dieses Jahr umgesetzt werden soll. Ihr ist wichtig, dass nicht der Eindruck entsteht, die Ortsbürgergemeinde wolle mit dem Parkplatz Geld verdienen.

«Uns geht es darum, die Situation zu beruhigen.» Wild parkierte Fahrzeuge würden nämlich zu unangenehmen Situationen führen. Dann etwa, wenn Feuerwehr oder Rettungsdienst den Parkplatz nicht mehr passieren und deswegen nicht zum Wildpark gelangen könnten. Und schliesslich setze die Ortsbürgergemeinde ja auch Geld für die Massnahmen ein: Für die Installationen wurden im diesjährigen Budget 68 000 Franken eingestellt.

Anzeige «Parkplatz besetzt»

Eine Anzeige soll den Automobilisten, wenn der Parkplatz besetzt ist, klarmachen, dass sie gleich zur Schanz weiterfahren müssen. Dabei, so Margrit Röthlisberger, muss sichergestellt werden, dass beispielsweise der Getränkelieferant, der zum Restaurant Roggenhausen fährt, nicht als Parkplatzbenutzer mitgezählt wird.

Technisch gelöst wird dieses Problem mit zwei Schlaufen im Strassenbelag. Am Parkplatzeingang, beim Überfahren der ersten Schlaufe, wird jedes Fahrzeug erfasst. Eine zweite Schlaufe am Ende des Parkplatzes stellt sicher, dass ein auf dem Waldweg Richtung Wildpark weiterfahrendes Auto wieder aus der Zählung der geparkten Fahrzeuge verschwindet.

«Sozialverträgliche» Tarife

Zu den künftigen Tarifen kann Röthlisberger nur so viel sagen: Es werde eine privatrechtliche Lösung geben – unabhängig vom Parkierungsregime der Einwohnergemeinde. Und sicher würden die Tarife «sozialverträglich» ausfallen. Röthlisberger erinnert jedoch daran, dass für den Wildpark-Besuch nach wie vor kein Eintritt verlangt wird. Andere Parks würden beispielsweise statt einem Eintritt eine Parkgebühr verlangen, die dann dem Park zugutekomme.

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