Oberentfelden
Nicht eingerückt und eine happige Busse – doch das Aufgebot bekam er nie

Patrick Meyer fühlt sich «wie ein Schwerverbrecher». Grund dafür sei die Busse von 1500 Franken, weil er nicht in den Zivilschutz eingerückt ist. Doch der Logistiker wehrt sich: Er habe nie ein Aufgebot erhalten.

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16 Jahre ging Patrick Meyer immer in den Zivilschutz und nun das: Eine happige Busse von 1500 Franken erhielt er – Grund dafür ist, dass er «vorsätzlich und wissentlich an einem Aufgebot im Zivilschutz nicht Folge geleistet». Der Logistiker dementiert dies aber – er hätte nie ein Aufgebot im Briefkasten gehabt.

«Ich finde es einfach traurig, dass man ehrlich ist und dafür nochmals bestraft wird», sagt Meyer gegenüber von «TeleM1». Rechtsanwalt Kenad Melunovic rät ihm allerdings, Ruhe zu bewahren und Einsprache zu erheben: «In der Regel ist es so, dass die Staatsanwaltschaft die Beweislast trägt. Wenn er kein Aufgebot bekommen hat und auch sonst nicht wissen konnte, dass er einrücken musste, dann wird die Staatsanwaltschaft den Beweis nicht erbringen können.»

In der Regel gehen Strafbefehle ohne Überprüfung heraus. Das heisst im Klartext, dass jeder, der Aufgeboten wird und nicht erscheint, mit einer horrenden Busse rechnen muss. Wer unschuldig ist und trotzdem zahle sei selber schuld.

Patrick Meyer fühlt sich wegen dem Strafbefehl wie ein Schwerverbrecher. «Ich werde das sicher nicht auf mir sitzen lassen. Das ist eine absolute Frechheit – ich werde das bis vor das Bundesgericht ziehen, wenn es sein muss.»

Das ist eher unwahrscheinlich. Wenn die Staatsanwaltschaft nach einer Einsprache das Verfahren nicht einstellt, entscheidet das Bezirksgericht

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