Mountainbike
Mountainbikerin Süss wird beim Heimrennen Zweite

Lokalmatadorin Esther Süss vom RC Gränichen fährt beim Racer Bikes Cup in Gränichen, trotz einem Sturz, auf den zweiten Platz. Sie wird vom heimischen Publikum aber trotzdem wie eine Siegerin gefeiert.

Michael Lüthi
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Mountainbikerin Esther Süss

Mountainbikerin Esther Süss

Keystone

Im Ziel wird Esther Süss für die leise Enttäuschung entschädigt. «Bravo Esther». «Gratuliere Esther». Die Frau ist umschwärmt wie ein Rockstar. Kein Wunder. Sie fährt für den veranstaltenden Verein, den RC Gränichen. Die Lokalmatadorin hat also auch nach dem Rennen alle Hände voll zu tun. Sie schwärmt trotz des schwierigen Rennverlaufs von der Strecke. Den steilen Aufstieg bei der Kiesgrube hebt sie speziell hervor. «Wenn mich dort nicht so viele Leute angefeuert hätten, wäre ich wohl vom Velo gestiegen und hätte es raufgestossen», sagt sie und schmunzelt.

Das Pech klebt Süss an den Pneus

Irgendwie klebt Süss in dieser Saison das Pech an den Pneus. Beim zweiten Weltcup-Rennen der Saison in Dalby Forest bremst sie ein platter Reifen. Eine Woche später in Offenburg stürzt sie und auch in Gränichen muss sie erneut zu Boden. «Wenn man ans Limit geht, sind solche Sachen ganz schnell passiert», sagt die 37-Jährige. Verzweifeln tue sie deswegen nicht. «Ich baue mich an den guten Sachen auf. Ich bin hier in Gränichen toll gestartet und habe gegen Schluss meinen Rhythmus wieder gefunden.» In zwei Wochen will die Küttigerin in Italien ihren Marathon-Weltmeistertitel verteidigen. Aber der Fokus gilt ganz klar dem Cross Country. Hauptziel in dieser Saison ist die Heim-WM in Champéry. «Die Dichte ist im Moment sehr gross. An einem guten Tag kann ich dort auch aufs Podest fahren.» Und immer wieder kommen während des Interviews Gratulanten. Jeder will mit der Spitzenfahrerin einen Schwatz halten. Esther Süss, ein Rockstar für einen Tag.

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