Küttigen
Filigranen Skulpturen aus hartem Ebenholz verblüffen

Seine filigranen Skulpturen aus Ebenholz verblüffen. Der Aarauer Künstler Hansruedi Steiner stellt im Spittel aus.

Hubert Keller
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Hansruedi Steiner schafft gewundene Leerräume.

Hansruedi Steiner schafft gewundene Leerräume.

Hubert Keller

Der Betrachter kommt unweigerlich ins Grübeln: Wie nur hat Hansruedi Steiner diese gewundenen, netzartig verschlungenen und schlichtweg verblüffenden Skulpturen aus dem harten Holz herausgeschält? Aufklärung gibt der Künstler am Freitag, 19 Uhr, wenn seine Ausstellung im Spittel Küttigen eröffnet wird. Die Ausstellung organisiert hat der Kulturkreis Küttigen-Rombach.

Steiner arbeitet mit Vorliebe mit Holz, mit Ebenholz oder Buchsbaum. Er bohrt, schnitzt, fräst und feilt. Er spart aus, spürt geometrischen Linien und Formen nach, schafft Raumhüllen. Es sind filigrane, fast zarte Gehäuse, die Einblicke und Durchblicke in das Innenleben des Holzes gewähren.

«In meinen plastischen Arbeiten, meist aus Holz, realisiere ich räumliche Zeichnungen, einerseits als geometrische Strukturen, anderseits als frei improvisierte Liniengeflechte», sagt der 1952 geborene Aarauer Künstler. «Ich arbeite die Leerstellen zum Beispiel aus einem harten Ebenholz heraus und erschaffe so meine Vision des Innenlebens der kompakten Form.» Das Objekt kann genauso durch den Leerraum wie durch das Material, das diesen begrenzt, gesehen werden. Obwohl ein wichtiger Teil seiner Skulpturen dem gleichen künstlerischen Prinzip folgt, scheint die Vielfalt unerschöpflich.

Die Späne, die Rückstände seiner Arbeit, ordnet er in Klebebildern, zufällig und doch bestimmt. Pechschwarzes Ebenholz auf weissem Grund: Jedes Schnitzel findet seinen Ort.

Ausstellung: Hansruedi Steiner, Skulpturen und Reliefs. Spittel Küttigen, Hauptstrasse 29. Vom 6. bis 22. November;
Vernissage Freitag, 6. November, 19 Uhr; Öffnungszeiten Freitag, 19 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag, 14 bis 18 Uhr.

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