Aargauer Kunsthaus
Blumen für die Kunst: Warum ausgerechnet der Star-Gast fehlte

Auf ihn haben alle gewartet: Starflorist Solomon Leong aus Hong Kong ist als Aushängeschild der diesjährigen Ausstellung «Blumen für die Kunst» im Aargauer Kunsthaus in Aarau angekündigt worden. Ausgerechnet er fehlte an der Vernissage am Montagabend.

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Während rundherum die Fasnacht tobt, vertreibt Aarau mit anderen Mitteln die kalte Jahreszeit: Die Ausstellung «Blumen für die Kunst» ist alljährlich Frühlingsbote. Ausgewählte Floristen kreieren ein florales Kunstwerk zu einem Kunstwerk. Und ausgerechnet dieser Ausstellung machte der Winter einen Strich durch die Rechnung.

Als «aussergewöhnliches Erlebnis» kündigte das Aargauer Kunsthaus den Starfloristen Solomon Leong aus Hong Kong an. Doch der Stargast kommt zu spät. An seiner Stelle begann am Montag seine Assistentin mit dem Arrangieren seines floralen Kunstwerks – Leong selbst steckte in Dublin fest, von wo aus er aufgrund des winterlich-stürmischen Wetters nicht weiter in die Schweiz reisen konnte, wie Kunsthausdirektorin Madeleine Schuppli am Montag gegenüber Tele M1 sagte.

Der Stargast aus Fernost wird nun am Dienstag erwartet. Dann muss er wohl als erstes sein Kunstwerk vollenden. Und so kommen die Blumen- und Kunstfans mit etwas Glück immerhin in einen ganz besonderen Genuss: Sie können dem Floristen vielleicht sogar über die Schulter schauen bei seiner Arbeit. (smo)

Der Aufbau der Ausstellung am Montag in Bildern:

Blumen für die Kunst 2019 Im Aargauer Kunsthaus blüht es wieder: 14 Floristinnen und Floristen haben am Montag ihre Werke aufgebaut. Die AZ war dabei.
20 Bilder
Angela Kaspar, Olten Angela Kaspar arbeitet bei von Arx Blumen & Garten in Olten. Die Meisterfloristin hat das Bild „Renversement“ (1950) von Leo Leuppi mit kräftigen Farben interpretiert.
Katrin Keller, Appenzell Die Floristin arbeitet in der "Floralen Werkstatt" in Appenzell. Ihr Werk ist an das Gemälde „Der Friedensapostel Max Daetwyler“ (1974), von Varlin (Willy Guggenheim) angelehnt.
Peter Hintermann, Zürich Peter Hintermann mit seiner floralen Interpretation zu „Im Kaffee“ (ohne Jahr) von Karl Otto Hügin.
Larissa Kopp, Sursee Das Jungtalent vom Blumengeschäft Viridis in Sursee mit ihrer floralen Interpretation zu „Portrait des Malers Traugott Senn“ (1944) von Walter Clénin.
Den Unterbau und die Gefässe ihrer schwebenden Wiese hat sie selbst gebaut.
Rémy Jaggi, Trélex Der Florist hat das Bild „Der Mäher“ (um 1912) von Ferdinand Hodler interpretiert.
Simone Serra-Helbling Die Meisterfloristin mit ihrer Interpretation zu „Ohne Titel“ (1998) von Andreas Christen. In einem aufwendig hergestellten Rahmen hängen 300 Nelken.
Marcus Forster, Winterthur Die roten Helikonien springen einem sofort ins Auge. Sie sind genauso haarig wie die Männerbeine auf dem Kunstwerk „Les Jambes/Teil 1“ (1986) von Balthasar Burkhard.
Luzia Blessner, Bronschhofen Die Meisterfloristin hat das Werk „Ohne Titel“ (2000) von Markus Döbeli mit Pflanzen aus dem Wald interpretiert.
Peter Schwitter, Buochs Seine florale Interpretation zu „Hémisphère“ (1993) von Silvie und Chérif Defraouib besteht aus zwei schwebenden Kuppeln, in die Anemonen eingesetzt werden.
Am Montag war das Aargauer Kunsthaus voller Blumen.

Blumen für die Kunst 2019 Im Aargauer Kunsthaus blüht es wieder: 14 Floristinnen und Floristen haben am Montag ihre Werke aufgebaut. Die AZ war dabei.

SEVERIN BIGLER

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