Aarau
Der Hund, der beste Freund des Jägers

Auf der Pferderennbahn wurden 50 verschiedene Jagdhunderassen vorgestellt. Jungjägerinnen und Jungjäger konnten sich informieren und sich live zeigen lassen, was die Tiere so können.

Eva Wanner
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Auf der Pferderennbahn wurden Jagdhunde-Rassen und ihr Einsatzgebiet vorgestellt.

Auf der Pferderennbahn wurden Jagdhunde-Rassen und ihr Einsatzgebiet vorgestellt.

Eva Wanner

Ein Schuss fällt – und kurz darauf eine tote Ente vom Himmel. Ein Kommando schallt über den Platz, ein Hund rennt los, apportiert auf die entsprechenden Pfiffe seiner Meisterin hin die Ente.

Die Demonstration (mit Platzpatrone und bereits vorher toter Ende) ist gelungen. Innerst Sekunden spielt sich zwischen dem perfekt harmonierenden Mensch-Hund-Team ab, was stunden-, ja jahrelang trainiert wird.

Grosser Applaus von der Tribüne, die gut besetzt ist. Nicht nur, aber vor allem mit angehenden Jägerinnen und Jägern. Sie sind die Hauptzielgruppe des Nordwestschweizerischen Jagdhundetags (Kantone Aargau, Solothurn und Basel Land), der am Sonntag auf der Pferderennbahn stattfand.

Zwei Jagdhunde zeigen, wie sie ein Wildschwein (wenn auch in diesem Fall ein ferngesteuerter Roboter) stellen.

Zwei Jagdhunde zeigen, wie sie ein Wildschwein (wenn auch in diesem Fall ein ferngesteuerter Roboter) stellen.

Eva Wanner

50 verschiedene Hunderassen wurden vorgestellt. Von Dackeln, die den meisten noch bekannt sein dürften, bis hin zu spezifischen Rassen wie der Siebenbürger Bracke oder dem Hannoverschen Schweisshund.

«Der heutige Tag ist eine Gelegenheit, sich über die Rassen zu orientieren, und auch mit den Besitzerinnen und Besitzern zu sprechen», erläutert Thomas Laube, Delegierter Hundewesen von Jagd Aargau. Die Jungjägerinnen und -jäger müssen ihre Rassenkenntnis ausserdem auch an der Jagdprüfung unter Beweis stellen.

«Den jagdlichen Auftrag ohne Hunde zu erfüllen, geht kaum», sagt Laube weiter. Ein Vierbeiner an der Seite ist ein guter Partner bei der Tätigkeit. Sei es, dass er Wild aufstöbert, auf die Wasserjagd trainiert ist oder als sogenannter Schweisshund ausgebildet wird. Diese Hunde spüren Wild auf, das verletzt wurde, auch etwa bei einem Unfall mit einem Auto.

Hund und Mensch: Eine lange Beziehung

«Den Menschen in seiner heutigen Form gibt es seit etwa 200000 Jahren», philosophiert Laube, der selbst drei Weimaraner hat, angesprochen auf die Bedeutung eines Jagdhundes. «Und etwa so lange schon hat er auch eine Beziehung zum Hund.» Es sei eine Kooperation, ein Miteinander, das harmoniert. Die Beziehung könne nicht antrainiert werden, sie müsse sich mit der Zeit bilden.

Am Sonntag war denn auch oft zu hören, dass die Tiere Familienhunde seien. Auch das ein wichtiger Faktor. Denn auch wenn die Ausbildung intensiv ist, sind die Tage, an denen gejagt wird, seltener als jene, die das Tier mit Herrchen, Frauchen und Familie verbringt.