"Wir wollen ein europaweites Geschäft aufbauen und dort zum dominierenden Player bei Taxi-Bestellungen werden", sagte MyTaxi-Chef Andrew Pinnington zur Bekanntgabe des Deals am Donnerstag. Dabei wolle MyTaxi sowohl mit Übernahmen wachsen als auch eigenständig in neue Märkte vorstossen.

Mit der Übernahme in Griechenland komme der Dienst auf sieben Millionen Kunden und 108'000 registrierte Fahrer. Die Marke Taxibeat wird - ähnlich wie beim Zukauf von Hailo in Grossbritannien und Irland im Sommer 2016 - durch MyTaxi ersetzt.

"Die Taxi-Märkte in Europa sind alle sehr unterschiedlich, zum Teil haben Städte unterschiedliche Regulierungen", betonte Pinnington, der zuvor Hailo geführt hatte. Das sei eine Herausforderung für das Geschäft.

Eine Besonderheit des Taxi-Geschäfts in Griechenland sei der schlechte Zustand vieler Fahrzeuge, deshalb habe Taxibeat verstärkt darauf geachtet, den Kunden einen besseren Service zu bieten, sagte Gründer Nick Drandakis.

Der Markt sei trotz der Dauer-Finanzkrise des Landes belebt. Die Fahrtkosten seien zum Beispiel mit durchschnittlich sieben Euro pro Tour in Athen deutlich niedriger als etwa in Deutschland. Das mache Taxis für mehr Menschen erschwinglich. Ein wichtige Rolle spiele zudem der Tourismus - und hier könnte MyTaxi nun auch Reisende in Griechenland bedienen, die die App aus ihren eigenen Ländern kennen.