Geschäftsführer Daniel Bärlocher bestätigt denn auch auf Anfrage, dass die Bimbosan AG zufrieden sei mit dem Geschäftsgang. Die Umsatzzahlen bewegten sich im zweistelligen Millionenbereich. Wegen der Frankenstärke sei es zu keinen Kundenabgängen gekommen. «Es ist aber schwieriger geworden, neue Kunden zu gewinnen», so Bärlocher.

Schweizer Qualität ist gefragt

«Wir profitieren sicher davon, dass Wert auf Schweizer Qualität gelegt wird», meint Bärlocher mit dem Verweis, dass 85 Prozent der Bimbosan-Produkte im Inland verkauft werden. Den grössten Umsatz im Exportgeschäft erzielt das Thaler Unternehmen mit China. Von den 15 Prozent Exportware geht 10 Prozent allein in dieses asiatische Land. Bärlocher ist überzeugt, dass Bimbosan das Wachstumspotenzial im Exportgeschäft noch längst nicht ausgeschöpft hat. Dieses ortet er insbesondere in Südostasien und im Mittleren Osten.

Diese Zuversicht ist allerdings nicht der alleinige Grund für die nun aufgegleisten Investitionen, wie Bärlocher erwähnt. «Für uns ist es einfach der richtige Moment, und zudem gibt es einen gewissen Nachholbedarf.»

Neue Rampe und Krananlage

Dies trifft auch auf die geplante Erweiterung der Spedition mit einer neuen Rampe auf der Westseite des Gebäudes zu. Damit sollen die Anlieferung und der Abtransport von Waren für Transporteure erleichtert werden, wie Bimbosan-Projektleiter Franz Peier dazu ausführt.

Auch im Innern des Gebäudes werden verschiedene Renovations- und Modernisierungsarbeiten vorgenommen. Letztere betreffen die Bereitstellung der auf Paletten zwischengelagerten Produkte für die Herstellung der Babynahrung. Diese Ware wird nicht mehr wie in der Vergangenheit in 25 Kilogramm schweren Säcken, sondern als sogenannte «Big-Bag» angeliefert. Der Inhalt dieser 450 Kilogramm schweren Säcke könne natürlich nicht mehr von Hand in die Produktionsanlage eingefüllt werden, wie Peier bemerkt. Deshalb werde an der Decke eine Krananlage gebaut, welche diese Arbeit künftig automatisch ausführe.

Stellen werden keine abgebaut

Damit würden auch gute Voraussetzungen für die angestrebte ISO-Zertifizierung geschaffen, so Peier. Durch die Automatisierung gehen keine Stellen verloren. Das 1932 in Bern gegründete und seit 1983 in Welschenrohr ansässige Familienunternehmen beschäftigt inklusive Aussendienstmitarbeiter 23 Personen.

In diese baulichen Massnahmen sowie in die parallel ebenfalls geplante Sanierung der Büroräume investiert die Bimbosan AG wie erwähnt rund 1 Mio. Franken. Die drei Teilprojekte beanspruchen jeweils etwa ein Drittel der Gesamtinvestition, wie CEO Daniel Bärlocher erklärt.

Einweihung steigt am 1. April 2016

Nach monatelanger Planung fand am Mittwoch der Spatenstich für die Erweiterung und Sanierung des Firmengebäudes sowie die Modernisierung der Produktionsprozesse statt. Die Arbeiten sollen bis im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein. Der Termin für die Einweihung steht bereits fest. Diese soll am 1. April erfolgen.

Der Produktionsbetrieb wird von den Umbauarbeiten nicht tangiert. Die Kunden könnten in gewohnter Form bedient werden, versichert Bimbosan.