Entstehen wird ein Betrieb, in dem Schlacht- und Zerlegereiprodukte aus der ganzen Schweiz für den Export vorab nach Osteuropa, Asien und Afrika aufbereitet werden. Es sind Produkte wie Innereien, Pfoten oder Ohren, ferner Knochen und Fett, die hierzulande kaum mehr konsumiert werden.

Es sei durchaus ein Zeichen des Respekts dem geschlachteten Tier gegenüber, sagte Peter M. Bachmann beim Spatenstich, wenn diese lebensmittelfähigen Schlachtprodukte vermarktet und nicht bloss als Haustierfutter oder gar Brennstoff verwertet werden. Bachmann ist Verwaltungsratspräsident der Centravo Holding AG, deren Tochterunternehmen die Swiss Nutrivalor AG ist. «Dass wir in der Schweiz eine Produktionsanlage bauen und nicht irgendwo im Ausland, liegt in der vorbildlichen Tierhaltung die wir hier vorfinden. Sie ist Voraussetzung dafür, dass wir zum Beispiel nach Russland oder China exportieren können.» Die Auflagen dafür seien enorm hoch.

Die mehrfache Verschiebung des Baubeginns habe mehrere Gründe, wie der Kommunikationsbeauftragte Georg O. Herriger erläuterte. «Die geplanten betrieblichen Abläufe mussten immer wieder an geänderte Zertifizierungsauflagen der Zielländer angepasst werden. Und zuletzt gab es noch eine administrative Verzögerung wegen der Koppelung mit einem weiteren Bauprojekt der Centravo Holding.» Und nicht zuletzt hätten Neukalkulationen aufgrund des Wechselkurssprunges des Schweizer Frankens eine Rolle gespielt.

Läuft nun alles nach Plan, so wird gegen Ende 2016 in Oensingen die Produktion aufgenommen. Voraussichtlich werden dort 36 Personen beschäftigt sein.