Das Wirtschaftsjahr 2016 im Kanton Solothurn wurde durch ein Ereignis gleich zu Beginn geprägt: Am 29. Januar erfolgte der Spatenstich für die neue Produktionslage des US-Biopharmakonzerns Biogen in Luterbach.

Wie wichtig die Ansiedlung für den Werkplatz Solothurn ist, untermauerte Bundespräsident Johann Schneider-Ammann mit seiner Anwesenheit. Eine Milliarde Franken investiert Biogen, 400 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.

Der Zeitplan ist ambitiös, aber das Projekt sei derzeit voll auf Kurs, heisst es bei Biogen. Durchschnittlich befinden sich 350 Bauleute und Ingenieure auf der Baustelle. Bereits 2019 soll die Produktion gestartet werden.

Wie in Luterbach entstand auch in Deitingen neues Leben auf einer Industriebrache. Anstelle der Fertigung von Turboladern für Schiffsmotoren produziert seit Mitte September die Megasol AG Solarmodule im grossen Stil.

Insgesamt sind rund 100 Angestellte beschäftigt, bis 2020 soll sich die Zahl verdoppeln. Auch die Burgdorfer Medtechfirma Ypsomed setzt auf Solothurn. Das hiesige Werk wurde massiv ausgebaut und es sollen rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Auch wenn sich die bestehende Industrie trotz starkem Franken einigermassen halten konnte, gab es auch Tiefschläge. So etwa in Balsthal. Dort ging die einst stolze Industriefirma RCT Hydraulic Tooling AG im Mai in Konkurs. 75 Mitarbeitende verloren den Job.

Das Geschäftsgebaren des Managements trug zum Untergang bei. Der ehemalige CEO und Inhaber wurde in Untersuchungshaft gesetzt, die Mutterfirma Accu Holding ist in Nachlassstundung.