Im Zuge der generellen Projektierung des 6-Spur-Ausbaus der Nationalstrasse A1 zwischen Luterbach und Härkingen sollen auch die Zweckmässigkeit von Neukonzeptionen der Autobahnanschlüsse Egerkingen und Oensingen sowie die Schaffung eines zusätzlichen Teilanschlusses im Raum Derendingen/Subingen geprüft werden. Dies regt der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof in einer soeben eingereichten Interpellation an.

Beim vorgesehenen Ausbau der A1 würden sich Abstimmungsfragen zwischen dem Netz der Nationalstrassen und dem untergeordneten Kantonsstrassennetz stellen, führt Bischof aus. Die Stausituationen und der erhöhte Durchfahrtsverkehr durch die umliegenden Gemeinden hätten «ein teilweise unerträgliches Mass angenommen», macht er mit Blick auf die Neukonzeptionen der Anschlüsse Egerkingen und Oensingen geltend: «Entsprechende Umgestaltungen sind auf dem Tisch und jetzt in die Ausführungsprojektierung Luterbach-Härkingen aufzunehmen.» Bischof will von der Landesregierung deshalb wissen, welche Wege diese für eine Aufnahme der Umgestaltung der beiden Anschlüsse in das Ausführungsprojekt Luterbach-Härkingen sieht.

Teil-Anschluss in Subingen?

«Ähnlich sieht die Situation in der Region Derendingen/Subingen aus», hält der CVP-Ständerat weiter fest. Auch dort würden die Gemeinden unter starkem Durchgangsverkehr und im Bereich Derendingen/äusseres Wasseramt unter Rückstausituationen an der Autobahnausfahrt leiden. Diese Situation werde sich noch akzentuieren, zumal im Raum Subingen/Derendingen derzeit «etwa 2000 neue Arbeitsplätze im Entstehen sind».

Bischof sieht die Lösung in einem zusätzlichen Teilanschluss: Ein solcher «würde nach Verkehrsstudien in Stosszeiten etwa ein Drittel des Stauverkehrs umleiten und die Situation massiv entschärfen».

Ein Verschieben dieses Anliegens auf einen späteren 6-Spur-Ausbau der A1 zwischen Luterbach und Grauholz, so gibt der Standesherr zu bedenken, «würde die betroffene Region hingegen Jahre oder sogar Jahrzehnte weiterbelasten». Auch hier fragt Bischof den Bundesrat noch Wegen, «einen zusätzlichen (Teil-)Anschluss im Raum Derendingen/Subingen» vorgezogen, nämlich zeitgleich schon mit dem Ausbauprojekt Luterbach-Härkingen zu realisieren.