Bewegung kommt in den Fall um die konkursite Michel Präzisionstechnik AG in Grenchen. So findet am 19. Februar im Parktheater Grenchen die erste Gläubigerversammlung statt, wie im kantonalen Amtsblatt nachzulesen ist.

Gleichzeitig werden alle Gläubiger aufgerufen, ihre Forderungen und Ansprüche gegenüber der Michel AG bis zum 2. März bei der Transliq AG anzumelden. Die Berner Firma amtet als ausseramtliche Konkursverwalterin. Noch offen ist die Zukunft der Michel-Tochtergesellschaft in Tschechien. Diese hatte Michel 2014 in Brno aufgebaut, um einen Teil der Produktion dorthin auszulagern. Nach früheren Firmenangaben arbeiten dort über 120 Mitarbeitende.

Konkrete Aussagen über allfällige Investoren, welche den Betrieb übernehmen wollen, könne er noch nicht machen, sagt Pablo Duc von der Transliq AG. Die Verhandlungen liefen auf Hochtouren. «Es sieht aber danach aus, dass die Firma am Markt bleiben wird.» Das sind gute Aussichten für die Gläubiger, denn ein Erlös aus dem Verkauf der tschechischen Firma würde in die Konkursmasse fliessen.

In Grenchen selbst habe sich nichts verändert. Demnach arbeiten dort weiterhin rund 40 bis 45 Beschäftigte im Auftrag einzelner Kunden, welche einige Maschinen aus der Konkursmasse übernommen haben. Die vor über 100 Jahren gegründete Michel AG ging im November 2015 wegen Überschuldung in Konkurs. 82 Mitarbeitende verloren ihren Job. Rund die Hälfte davon arbeitet jetzt wie erwähnt für ehemaliger Michel-Kunden. (FS)