Lautes Gejohle in der Turnhalle beim Bahnhof Grenchen Nord: Gerade wurde ein Tor geschossen. Doch kein Ausruhen, der junge Goalie wirft den Ball rasch zu einem Mitspieler, denn schliesslich soll doch noch mindestens der Ausgleich wiederhergestellt werden. Mit zwei Mal sieben Minuten Spielzeit pro Match ist jede Sekunde von Nöten. Am Wochenende ging die Jubiläumsausgabe des Hallenturniers FC Fulgor mit rund 320 Schülerinnen und Schülern der ersten bis zur siebten Klasse über die Bühne.

Gesamthaft wurden 124 Matchs gepfiffen, pro Mannschaft durften bis zu acht Kinder mitmachen. Die Erstrangierten eines Jahrgangs erhielten je nach Wahl einen Ball oder eine Uhr, Letztere wurde zum ersten Mal als Preis ausgehändigt. Mit Schiedsrichtern, Sanitär, Feuerwehrmännern und allen weiteren Helfern, waren über fünfzig Personen hinter den Kulissen für die einwandfreie Umsetzung des beliebten Anlasses beteiligt.

Turnier stand auf der Kippe

Dabei ist es ein Glück, dass das diesjährige Turnier überhaupt stattfinden konnte. Nach dem letzten Turnier reklamierte ein Vater bei der kantonalen Gebäudeversicherung über zu viele Leute in der Doppelturnhalle. Die Versicherung schaltete sich ein und stellte fest, dass sich pro Turnhalle nur fünfzig Personen aufhalten dürfen. Ansonsten würden sie keine Haftung übernehmen.

«Zuerst erhielten wir ihre Zusicherung, dann wurde die Bewilligung zurückgezogen», erklärte Peter Zumstein, Präsident des FC Fulgor. Es kam zu einem administrativen Hin und Her. «Dann reagierte zum Glück die Schulverwaltung mit Mike Brotschi und Claudia Stettler und sagte, wir könnten das Turnier in der Turnhalle beim Bahnhof Grenchen Nord durchführen.»

Dort hätten pro Halle 200 Personen Platz. Die Stadt leistete die nötigen Umbauarbeiten. Auch für die Helfer des Turniers entstand ein grosser Mehraufwand. «Durch diese Situation wurden wir wirklich vor grosse Probleme gestellt.» Zumstein spricht der Stadt und auch der anwesenden Feuerwehr seinen Dank aus.

Ebenso den über 80 Gönnern und den vielen Sponsoren, darunter der Regiobank als Hauptsponsor, und der Titoni als einem der Co-Sponsoren, denn ohne sie wäre die Durchführung des Turniers nicht möglich.