Diese Forderung hat der Kantonsrat gestern mit den Stimmen von FDP, SP, GLP, Grünen, EVP und AL verabschiedet. Dagegen stimmten SVP, EDU, CVP und BDP.

Der Kanton Zürich ist einer von fünf Kantonen, in denen immer noch eine Schonfrist für Pilze gilt. Sie dauert vom ersten bis zum zehnten Tag eines Monats. Gemäss heutigem Forschungsstand ist der Nutzen von Pilzschontagen jedoch umstritten, wie Barbara Schaffner (GLP, Otelfingen) festhielt. Wichtiger sei der Schutz von Biotopen, auf denen Pilze gut gedeihen, hielten Vertreter der Grünen und der FDP fest.

Anderer Meinung war der bekennende Pilzler Bruno Fenner (BDP, Dübendorf): «Schontage senken die Trittbelastung der Böden», begründete er sein Festhalten an der geltenden Regelung, die auch der Regierungsrat vorerst nicht ändern will.

Die Forderung nach einer Abschaffung der Pilz-Schontage hatte ursprünglich der inzwischen aus dem Kantonsrat ausgeschiedene Andreas Wolf (Grüne, Dietikon) per Postulat eingebracht. Begründung: Wissenschaftliche Studien seien zum Schluss gekommen, dass der Biotopschutz wirksamer sei. (mts)